pte20000612006 in Leben
Brasil2000: Kulturwoche abseits des Mainstream
Wiener WUK präsentiert ein brasilianisches Musik- und Kultur-Festival
Wien (pte006/12.06.2000/10:30)
Vom 16. bis 24. Juni findet im Wiener WUK http://www.wuk.at das Festival Brasil 2000 statt, das der 500-Jahrfeier der Entdeckung Brasiliens durch Pedro Cabral gewidmet ist. Anders als Festivals, die die Sonnenseiten des Ferienlandes Brasilien zeigen, bietet das WUK-Festival Einblick in die junge, vitale und aktive Kunstszene, die in Europa weitgehend unbekannt ist. Dabei werden die zwei Territorien Rio Grande do Norte und Rio Grande do Sul besonders bedacht."Wir wählten für Brasil 2000 Kreative abseits des Exportmainstream aus, die sich bewusst mit Themen und Formensprachen ihrer regionalen Kulturen befassen, sei es nun in menschenrechtspolitischer und sozialer Hinsicht oder ganz einfach in der Integration volkskultureller Traditionen auf zeitgenössische, abstrahierte Art und Weise", schreibt Sabine Schebrak, Konzeptleiterin des Festivals. Als weitere Intention wolle das Festival eine Kommunikationsplattform sein. Workshops und eine spezielle Konzertreihe sollen eine Begegnung zwischen den Künstlern aus Brasilien, Österreichern und der großen brasilianischen Community in Wien ermöglichen.
Das Festival begibt sich in die Nischen, Ecken und Ränder von gegensätzlichen Territorien und Kulturen: Rio Grande do Norte ist Herkunftsgebiet und wichtiger Inspirationsquell für zahlreiche brasilianische Künstler. "Das Territorium ist, so etwas wie eine kulturelle Speisekammer für das Land", so Schebrak.
"Brasilien ist heute das multikulturellste Land der Erde", so Schebrak. "Das Land, das zweimal so groß wie Europa ist, ist zerrissen zwischen Hightech und Analphabetismus, zwischen Wirtschaftswunder und krasser Armut". Zur Geschichte Brasiliens zähle die Ausrottung der Indianer, Sklavenhandel, Kolonialismus und europäische Immigration. Das Land wurde aber auch geprägt von der relativ frühen Entwicklung eines unabhängigen Nationalstaates, in dem die verschiedensten Völker und Kulturen neben- und miteinander existieren. Die Vermischung europäischer, indianischer, afrikanischer und asiatischer Einflüsse haben das Erscheinungsbild und die Mentalität der Bevölkerung geprägt.
Das Festival möchte auch zeigen, dass sich die Klischees, die für Tourismus, Devisen und den Markt produziert werden, in den seltensten Fällen mit der brasilianischen Realität decken. Eröffnet wird das Festival am Freitag, dem 16. Juni, um 19.00 Uhr mit einem Fest im WUK, Währingerstraße 59, 1090 Wien. Ein Höhepunkt des Festivals ist der Auftritt von Celia Mara und der Band potenciaX http://www.celia-mara.net sowie das Fußball-Match österreichischer Kultur- und Medienvertreter gegen brasilianischer Künstler.
Weitere Informationen: http://www.wuk.at/brasil2000 (Ende)
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