pte20000803016 in Leben
Bodennahes Ozon führt zu Pflanzensterben
Alterungsgen der Pflanzen wird durch Umweltbelastung aktiviert
Harrisburg/Pennsylvania (pte016/03.08.2000/12:17)
Bodennnahes Ozon ist nicht nur für Menschen und Tiere gesundheitsschädlich, sondern es wirkt auch negativ auf Pflanzen. Jennifer Miller vom Department of Horticulture der Penn State University http://www.hbg.psu.edu konnte nachweisen, dass das Ozon direkt auf diefür das Altern der Zellen verantwortlichen Gene wirkt. Die Blätter der Pflanzen werden fleckig, welken und sterben rasch ab.
Die Wissenschaftlerin untersuchte die Ackerschmalwand (Arabidopsis), indem sie die Pflanzen über einen Zeitraum von zwei Wochen erhöhten Ozonkonzentrationen aussetzte. Der genetisch gesteuerte Alterungsprozess setzte bei diesen Pflanzen früher ein als bei denen unbelasteter Standorte. Miller konnte damit nachweisen, dass Ozon einen direkten Einfluss auf die Aktivität der Gene hat.
Die Wissenschaftlerin hofft, dass ihre Erkenntnisse eines Tages zur Züchtung ozonresistenter Arten führen. Der Schaden in der Landwirtschaft, der durch Smog verursacht wird, wird auf bis zu 42 Mrd. Schilling jährlich geschätzt.
Bereits im vergangenen Jahr fand Ulrich Meyer vom Botanischen Institut der Universität Kiel http://www.uni-koeln.de/math-nat-fak/botanik heraus, dass Weizen besonders kurz vor und nach der Blüte empfindlich auf erhöhte Ozonwerte reagiere. Ozon erhöhte auch die Anfälligkeiten für Parasiten. Ozonstress führte bei jungen Rapspflanzen zum Schädlingsbefall. (Ende)
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