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pte20000524022 in Leben

Blutwäsche kuriert Herzmuskelschwäche

Verfahren säubert Blut von Antikörpern


Greifswald (pte022/24.05.2000/12:45)

Die dilatative Kardiomyopathie ist eine verhältnismäßig häufige Herzmuskelschwäche, an der 30 bis 50 von 100.000 Menschen leiden - die Herkunft der Krankheit ist ungeklärt. Vor allem Männer mittleren Lebensalters sind betroffen und haben dann, so Prof. Stephan Felix vom Zentrum für Innere Medizin B der Universität Greifswald http://www.uni-greifswald.de/ , "eine außerordentlich schlechte Prognose". In den meisten Fällen sei der einzige Ausweg eine Herztransplantation.

Eine Arbeitsgruppe des Mediziners prüfte während der letzten Jahre eine neue Therapie. Sie konnte nachweisen, dass sich bei einem Teil der Patienten "kardiotoxische Antikörper" gebildet hatten, die sich gegen die Herzmuskelzellen richten. Die Antikörper konnten mit einer "Immunadsorptionstherapie" entfernt werden, einer speziellen Blutwäsche, die gezielt das Blut von Antikörpern befreit. Die Ergebnisse sind soeben auch im Journal of the American College of Cardiology (vol. 35, S. 1590-1598) publiziert worden.

Die grundlegenden Arbeiten über die Immunadsorptionstherapie sind in Berlin durchgeführt worden, als Prof. Felix noch am Universitätsklinikum Charité wirkte. Weiterführende Arbeiten sind jetzt in Greifswald zusammen mit der Charité geplant. Informationen: Prof. Dr. Stephan Felix, E-Mail: felix@uni-greifswald.de (idw) (Ende)
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