Biokohle liefert mehr Wasserstoff und Methan
Zweistufiges Vergärungsverfahren als Schub für anaerobe Vergärung von Lebensmittelabfällen
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Schalen: Biokohle steigert den Wert von Lebensmittelabfällen (Foto: Thomas, pixabay.com)
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Perth/Malang (pte004/20.11.2025/06:15)
Jährlich im Millionen-Tonnen-Maßstab anfallende Lebensmittelabfälle lassen sich mit einer neuen Methode der University of Western Australia und der Universitas Brawijaya künftig effektiver in Wasserstoff und umweltneutrales Metan umwandeln - und zwar in einem zweistufigen Vergärungsverfahren mithilfe von Biokohle. Diese ist im Wesentlichen hochporöser Kohlenstoff, der sich durch Erhitzen von Bioabfällen unter Luftabschluss bildet.
Zuerst Wasserstoff, dann Methan
In der ersten Stufe sind Bakterien im Einsatz, die die Abfälle in Wasserstoff umwandeln. In der zweiten Stufe sind andere Bakterien aktiv, die die Reste aus Stufe eins in Methan umsetzen. Durch die Aufteilung des Prozesses auf zwei Stufen kann jede unter idealen Bedingungen arbeiten, was zu einer effizienteren Biogasproduktion führt.
Biokohle hat sich in Laborversuchen als Stabilisator mikrobieller Gemeinschaften, zur Verbesserung des pH-Werts in Bioreaktoren und zur Steigerung der Gasausbeute erwiesen. Doch ihre Wirkung unter realen, kontinuierlichen Bedingungen in großen Bioreaktoren war unbekannt. Die Forscher haben zwei zweistufige Reaktoren eingesetzt, die sie mit Abfällen fütterten.
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