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Bier: Glasflasche gegen Plastikbottle

Greenpeace startet Konsumentenkampagne, um Plastikmüll zu stoppen


Wien (pte003/07.06.2000/08:30)

Dem stetig steigenden Müllberg durch Einwegflaschen will Greenpeace Österreich http://www.greenpeace.at mit einer Kampagne zur Rettung der Mehrwegflaschen entgegentreten. Nach dem Vordringen der Einweg-Pet-Flaschen und der Einstellung der Mehrwegpfandflaschen bei Milch planen nun auch die Brauereien Österreichs auch die Einführung von Plastik-Bierflaschen. Der Abfallberg aus Einwegflaschen eines österreichischen Durchschnittshaushaltes wird am Schwedenplatz in Wien demonstriert: Greenpeace-Aktivisten deponierten dort die Menge an Abfall, der innerhalb eines Jahres anfällt.

Hauptverantwortlich für dieses Abfalldilemma sei der Handel, meint Greenpeace-Chemiker Herwig Schuster. Die heimischen Supermärkte verstecken Pfandflaschen hinter den großen Regalen. "Mineralwasser oder Cola in Pfandflaschen ist fast immer billiger als die Getränke in Wegwerfflaschen", sagte Stefan Puskas von Greenpeace Wien. "Die Vorteile der Pfandflaschen liegen auf der Hand", so Schuster. Sie bereiten um 95 Prozent weniger Abfall, und bis zu 80 Prozent weniger Energieverbrauch. Nur ein Drittel der in die Recycling-Tonne geworfenen Plastik-Flaschen können stofflich verwertet werden. "Meist wird aus den Pet-Flaschen nur minderwertiger Kunststoff gewonnen. Der Rest muss deponiert oder verbrannt zu werden", so Schuster zu pressetext.austria.

"Es gibt Trends zur Einführung von Pet-Flaschen", sagte Michael Uhrenbacher, Pressesprecher und Marketingleiter der Brauerei Fohrenburg http://www.fohrenburg.at in Bludenz zu pressetext.austria. Die Staaten wie Deutschland, Frankreich und die Schweiz haben bereits solche Flaschen im Einsatz. Es ist sehr wahrscheinlich, dass dieser Trend auch nach Österreich kommen werde. Auf die Frage wie es mit dem stetig wachsenden Müllberg durch die Verpackung aussehe, meinte Uhrenbacher, dass die Zeiten, in denen Umweltschutz an oberster Stelle stand, vorbei seien. Es sei nicht zu übersehen, dass der Mineralwasser-Marktführer Römerquelle den Rang an Vöslauer, das mit den Pet-Flaschen anfing, abgeben musste.

"Spruchreif ist die Einführung der Kunststoffflaschen jedoch noch nicht, da derzeit keine Pet-Flasche in Österreich zugelassen ist", so Uhrenbacher. Deutlich unterschiedlich beurteilt der Projektleiter der Brauunion Linz http://www.brauunion.at , Dieter Uslieber, das Thema Kunststoffflasche: "Seit zwei Jahren wird über dieses Thema diskutiert", so Uslieber. Derzeit gebe es jedoch keine annnähernd interessanten Varianten zum herkömmlichen Mehrweg-Markt. Die Kunststoff-Flaschen, die getestet wurden, erfüllen nicht die Qualitätskriterien und sie kosten 40 bis 50 Prozent mehr als herkömmliche Glasflaschen. Zwar gebe es in gewissen Marktsegmenten schon einen merkbaren Griff zu Einweggebinden: in Wien stammt jedes zweite im Lebensmittelhandel verkaufte Bier aus Dosen. Insgesamt machen die Einweg-Dosen jedoch nur zwischen 15 und 20 Prozent des Lebensmittelhandels aus.

Die Verfügbarkeit von Einwegmaterialien werde von vielen Herstellern getestet, so Uslieber. Viele haben auch Angst, dabei eine Marktentwicklung zu versäumen. Langfristig stelle sich auch heraus, dass Konsumenten, die einmal zum Einweg-Produkt gegriffen haben, nicht mehr davon weggehen. Auf breiter Marktbasis rechnet Uslieber jedoch weiterhin mit der Beibehaltung des gängigen Systems des Mehrwegmarktes.

Davon spricht auch Greenpeace Österreich, wenn gefordert wird, dass regionale Abfüller gestärkt werden müssen, damit auch lokale Arbeitsplätze gefördert werden. "Die oft für Einwegflaschen liebevoll gewählte Bezeichnung Recyclingflasche ist eine glatte Irreführung, da der Großteil der Flaschen thermisch recycliert werde. (ww) (Ende)
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