pts20260305017 in Leben

Biblisch Ostern feiern in der Türkei

Auf spirtitueller Entdeckungsreise zwischen Istanbul, İznik und İzmir


Istanbul (pts017/05.03.2026/10:06)

Auch wenn Konstantinopel spätestens seit der Eroberung durch die Osmanen muslimisch ist, hat sich das christliche Erbe in Kleinasien gut erhalten. Gerade zu Ostern ist die Türkei eines der Top-Reiseziele von Pilgern, hat doch das frühe Christentum genau hier seine Wurzeln. Von İznik in Bursa, wo bedeutende ökumenische Konzilien stattfanden, bis nach Kappadokien, wo verfolgte Christen einst im Verborgenen ihren Glauben praktizierten, bieten Pilgerwege den historischen Rahmen zum Osterfest.

Spirituelle Reise beginnt in Istanbul

In der berühmten frühchristlichen Hagia Sophia, dem uneingeschränkten Wahrzeichen Istanbuls, fand das 7. Ökumenische Konzil statt. Von hier aus kann man die alten Stadtmauern Istanbuls entlang schlendern und das Römische Theater besuchen. Die "Perle am Bosporus" birgt zudem bemerkenswerte Entdeckungen, darunter eine einzigartige Grabkammer mit einer Darstellung des "Guten Hirten Jesus", die in der Nekropole von Hisardere freigelegt wurde.

Die Cittàslow-Stadt İznik in Bursa liegt nur einen Tagesausflug von Istanbul entfernt. Sie wurde einst als heilige Stadt verehrt und war Schauplatz von zwei ökumenischen Konzilien. Das Erste Konzil von Nicäa etwa legte das bis heute so wichtige Osterdatum fest. Neben seinem reichen kulturellen Erbe bietet İznik Naturerlebnisse wie Kanufahren, Wanderungen und Radtouren. Nicht zu vergessen: İznik war zwischen dem 15. und 17. Jahrhundert eines der führenden Zentren der Fliesenproduktion im Osmanischen Reich. Die noch heute bestehenden traditionellen Fliesenwerkstätten kann man besichtigen.

Die Sieben Kirchen der Offenbarung

Das biblische Erbe der Türkei erstreckt sich praktisch über das gesamte heutige Staatsgebiet. Die Sieben Kirchen der Offenbarung etwa im heutigen İzmir, Manisa und Denizli empfingen die bekannten Johannesbriefe und deren göttliche Offenbarungen. Die erste dieser Kirchen befand sich in Ephesus, gefolgt von Smyrna (dem heutigen İzmir), Pergamon, Thyatira, Sardes, Philadelphia und schließlich Laodicea. Die beste Art, die archäologischen Ausgrabungen dieser heiligen Stätten zu Ostern zu erkunden, ist eine Fahrt mit dem Mietwagen.

Die Region lässt sich in jedem individuellen Tempo bereisen. Eingebettet zwischen der Ägäisküste und dem üppig grünen Hinterland, das besonders im Frühling bezaubernd ist, bieten diese Orte natürliche Schönheit wie tiefes spirituelles Erbe. Bei einem Besuch des UNESCO-Weltkulturerbes Ephesus können Pilger auch das nahegelegene Haus der Jungfrau Maria besichtigen und in dieser heiligen Umgebung die Ostermesse besuchen. Nur eine Stunde von Ephesus entfernt lockt Urla mit Michelin-Sternerestaurants, malerischen Weinbergen und hervorragender Küche direkt vom Bauernhof.

Die Katakomben von Kappadokien

Was viele Reisende nicht wissen: Das türkische Wunderland Kappadokien, einzigartig für seine Feenkamine und Heißluftballonfahrten, birgt auch eines der bemerkenswertesten Kapitel des Christentums. Die Region wurde zum Zufluchtsort für frühe Christen, die vor der römischen Verfolgung flohen und ein weitverzweigtes Netz von handgehauenen unterirdischen Siedlungen aus der Zeit der Hethiter nutzten. In diesen unterirdischen Städten schufen Mönche Klöster und schmückten deren Wände mit farbenprächtigen Fresken. Heute entführen diese unterirdischen Bauten wie die Städte Kaymaklı und Derinkuyu staunende Besucher in eine andere Zeit.

Unter der Führung des Heiligen Basilius des Großen entstanden im Göreme-Tal die ersten Kirchen des Christentums. Tokalı und Karanlık, beide im Freilichtmuseum und der UNESCO-Welterbestätte Göreme gelegen, sind herausragende Beispiele und berühmt für ihre eleganten Bögen und wunderschönen Fresken. Ein anderes Kapitel hat der Anbau von Weinreben geschrieben. Kappadokien blickt auf eine jahrhundertealte Weinbautradition zurück, die bis zu den ersten christlichen Mönchen zurückreicht.

Auf den Spuren des Heiligen Paulus

In Südanatolien verbrachte der Apostel Paulus einen Großteil seiner Zeit. Der "Paulusweg" zeichnet das Leben und die Missionsreisen des Heiligen durch Kleinasien nach und hebt die wichtigsten Städte und Regionen hervor, in denen er das Christentum verbreitete. Zwei separate Routen stehen zur Verfügung – eine beginnt in Perge, die andere im Köprülü-Canyon-Nationalpark. Beide Routen treffen sich in der antiken Stadt Adada und enden in Yalvaç bei Isparta. Die Reise bietet eine Fülle an Naturschönheiten und spiritueller Geschichte. Dabei empfiehlt sich auch ein Abstecher zur St.-Nikolaus-Kirche in Demre bei Antalya, wo sich das Grab des Heiligen Nikolaus befindet.

Link zum Herunterladen der Bilder: https://docs.tga.gov.tr/gb7srhlr

(Ende)
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