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pte20000411022 in Leben

Bewegung macht Fettzellen träge

Sportler verwerten üppige Mahlzeiten schlechter


Durham/USA (pte022/11.04.2000/11:00)

Wer sich ausgiebig sportlich betätigt hat und glaubt, sich nun eine große fettige Portion Pommes mit Currywurst gönnen zu dürfen, irrt: Wie der Biochemiker Gale B. Carey an der University of New Hampshire http://www.unh.edu/ herausgefunden hat, verringert übermäßiges Essen nach dem Sport die Fähigkeit zum Fettabbau.

Bereits seit 1994 ist erwiesen, dass Sport Fettzellen für diejenigen Hormone empfindlicher macht, die ihnen als Botenstoffe gewissermaßen "mitteilen", dass sie Fett hergeben sollen. Zu diesen Hormonen zählt zum Beispiel das Adrenalin. Umgekehrt gibt es Hormone wie das Adenosin, die die Fettzellen http://www.lifeline.de/roche/1/1/1/16.htm eher dazu anhalten, ihr Fett zu halten. Sportliche Betätigung bringt die Fettzellen dazu, letztere Hormone zu ignorieren: die Fettzellen trainierter Menschen enthalten weniger Rezeptoren für derartige Hormone. Doch wie Carey nun in einem Versuch an Minischweinen nachweisen konnte, macht übermäßiges Essen diesen Effekt des Trainings wieder zunichte.

24 Minischweine ließ der Biochemiker unter vier verschiedenen Bedingungen leben: Die Hälfte der Minischweine unterwarf er intensivem Körpertraining in einer Art Tretmühle, die andere Hälfte erfreute sich eines trägen Lebenswandels. Beide Gruppen teilte er wiederum in zwei Hälften, wobei jeweils eine Hälfte 25 Prozent weniger Kalorien pro Tag zu sich nahm als die andere Hälfte. Heraus kam, dass die Fettzellen der Schweine, die zwar trainierten, aber mehr Kalorien zu sich nahmen, mehr Rezeptoren für Adenosin und ähnliche Hormone aufwiesen. Damit war ihre Fähigkeit zum Fettabbau eindeutig verringert gegenüber Schweinen, die trainierten und nur in Maße Futter aufnahmen. (wsa) (Ende)
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