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pte20000609012 in Leben

Beschnittene Männer weniger Aids-gefährdet

Wissenschaftler empfehlen Beschneiden in Afrika


Melbourne/Australien (pte012/09.06.2000/11:02)

Beschnittene heterosexuelle Männer haben ein wesentlich geringeres Risiko, sich mit dem HIV-Virus zu infizieren als nicht-beschnittene Männer. Dies behaupten australische Wissenschaftler, die rund 190 Männer in Uganda untersucht haben. Die Partnerinnen aller Studienteilnehmer waren bereits mit HIV infiziert.

Über den Studienzeitraum von 30 Monaten hat sich keiner der 50 beschnittenen Männer mit HIV infiziert. 40 der 137 nicht-beschnittenen Männer steckten sich dagegen an. Alle Männer seien über HIV aufgeklärt worden, versichern die Forscher Robert Szabo und Roger Short. Kondome seien auch gratis zur Verfügung gestellt worden. Fast 90 Prozent der Männer hätten sie aber kein einziges Mal verwendet.

Die so genannten "Langerhans"-Zellen auf der Innenfläche der Penisvorhaut spielten bei der Wirkung die zentrale Rolle, so die Forscher. Hier befänden sich HIV-Rezeptoren, die die Viren anziehen. Das Risiko einer HIV-Infektion sei darüber hinaus bei nicht-beschnittenen Männern ohnehin höher. Wer beschnitten ist, bekomme seltener andere durch Geschlechtsverkehr übertragene Krankheiten wie etwa Syphilis. Bei solchen Krankheiten sei die Wahrscheinlichkeit einer HIV-Infektion zwei bis fünf Mal höher.

Da aus kulturellen oder religiösen Gründen Kondome selten in Afrika verwendet würden, soll das Beschneiden von Männern als Schutz gegen Aids ernsthaft in Erwägung gezogen werden, so Szabo und Short. Eine alternative Maßnahme wäre die Entwicklung eines Mittels, das HIV-Rezeptoren in der Penisvorhaut neutralisieren könnte.

Siehe: http://www.bmj.com/cgi/content/full/320/7249/1592 (Ende)
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