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pte20000420024 in Leben

Ballaststoff reduziert Dickdarmkrebsrisiko nicht

Zwei neue Studien widerlegen gängige Theorie


Bethesda/Maryland (pte024/20.04.2000/13:09)

Eine ballaststoffreiche und fettarme Ernährung reduziert das Risiko, Dickdarmkrebs zu bekommen, nicht. Zu diesem Schluss sind zwei Studien des US-Krebsforschungsinstitutes "National Cancer Institute" http://www.nci.nih.gov und der University of Arizona http://www.arizona.edu gekommen. Die Ergebnisse sind heute, Donnerstag, im "New England Journal of Medicine" http://www.nejm.org veröffentlicht worden.

In der ersten Studie haben 958 Teilnehmer sich über vier Jahre mit ballaststoffreicher und fettarmer Kost ernährt, während eine Kontrollgruppe von 947 Personen ihre Nahrung nicht änderte. Bei allen Teilnehmern musste in den sechs Monaten vor Beginn der Studie ein Polyp im Dickdarm entfernt werden. Im Laufe der vier Jahre musste bei 39,7 Prozent der ersten Gruppe mindestens ein weiterer Polyp entfernt werden. Bei der Kontrollgruppe waren es 39,5 Prozent. Eine ballaststoffreiche Nahrung reduziere das Risiko nicht, dass Polypen im Dickdarm wieder auftauchen, so Projektleiter Dr. Arthur Schatzkin.

719 Menschen im Alter von 40 und 80 Jahren ergänzten in der zweiten Studie ihre tägliche Kost drei Jahre lang mit ballaststoffreichen Müsliprodukten. Eine Kontrollgruppe von 584 Personen bekamen ähnlich aussehende Produkte, die aber wenig Ballaststoff erhielten. In diesem Fall musste bei allen Teilnehmern in den drei Monaten vor Beginn der Studie ein Polyp im Dickdarm entfernt werden. Bei 47 Prozent der Testgruppe und bei 51,2 Prozent der Kontrollgruppe tauchte im Laufe der Untersuchung mindestens ein Polyp wieder auf.

"Ich glaube, wir haben die Ballaststoff-Theorie bei Dickdarmkrebs endgültig widerlegt", so der Leiter der zweiten Studie Dr. David Alberts. Schatzkin dagegen drückte sich vorsichtiger aus, indem er darauf hinwies, dass Ballaststoffe vor Erscheinung des ersten Polyps oder erst in einer fortgeschritteneren Phase der Krankheit eine Wirkung haben könnten. (nejm/nytimes/bbc) (Ende)
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