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pte20000211017 in Leben

Bakterium hält Zähne sauber

Gentechnisch veränderte Bakterienkolonien bekämpfen Karies


Gainesville/Florida (pte) (pte017/11.02.2000/11:15)

Löcher in den Zähnen sollen der Vergangenheit angehören, wenn das am häufigsten dafür verantwortlich gemachte Bakterium im Mund ersetzt werden kann: Durch eine unschädlich gemachte Variante. Im Fachblatt "Infection and Immunity" vermelden US-Wissenschaftler den Erfolg eines gentechnisch veränderten Mikroorganismus', der seine natürlich vorkommende Variante offenbar völlig verdrängt und für den Menschen ungefährlich sein soll. http://www.napa.ufl.edu/2000news/teethspr.htm

Streptococcus mutans beginnt seinen Aufenthalt im Mund bereits bei Säuglingen, nachdem er über Speichel übertragen wird. Dort zerlegt er den Zucker der Nahrung und bildet daraus Milchsäure, die wiederum den Zahnschmelz angreift und für Löcher sorgt, so die allgemein akzeptierte Theorie des Zahnverfalls. "Deshalb elimierten wir von einem Stamm der Streptococcus mutans das Gen, das für die Milchsäureproduktion zuständig ist", berichtet Jeffrey Hillman, Zahnarzt und Professor für Oralbiologie an der University of Florida. http://www.dental.ufl.edu "Der veränderte Stamm verursachte keinerlei Zahnschäden, selbst wenn die Versuchstiere (Ratten) eine zuckerreiche Nahrung bekamen. Er ist genetisch stabil und sollte für Menschen sicher sein."

Hillman stellte in seinen Versuchen fest, dass das genetisch veränderte Bakterium seine natürliche Variante dominiert und seine Kolonien von der Oberfläche der Zähne verdrängt. Es scheint selbst permanent auf Zähnen zu siedeln, so dass in Zukunft eine einmaliges Aufbringen einer solchen Bakterienlösung auf die Zähne ein Menschenleben lang bestehen sollte. Zwar ist noch offen, ob der Mikroorganismus tatsächlich für alle Löcher verantwortlich zu machen ist, so Hillman, doch "die meisten Studien lassen vermuten, dass Streptococcus mutans von den rund 500 Bakterienstämmen im Mund den Großteil der Schäden verursacht."

Klinische Versuche sollen unter anderem klären, wie lange sich die neu eingebrachten Bakterienkolonien tatsächlich im menschlichen Mund halten können. Hillman hofft auf erste Versuchsreihen noch in diesem Jahr. Er warnt aber davor, jetzt alle Zahnbürsten in die Ecke zu werfen, selbst wenn die Kariesgefahr ausgeschaltet sein könnte: "Gute Zahnhygiene wird immer nötig sein, gegen den Aufbau von Zahnbelag." (wsa, EurekAlert, UF) (Ende)
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