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pte20000818017 in Leben

Australien will Abgase vergraben

Treibhausgase sollen in ausgediente Bergwerke und Grundwasserschichten geleitet werden


Sydney (pte017/18.08.2000/12:21)

Australien hat Probleme mit der Produktion von Treibhausgasen: das 1997 vereinbarte Kyoto-Ziel wurde bereits um 16 Prozent überschritten. Eine Reduktion der Gase scheint den Australiern nicht gelegen zu kommen, daher planen australische Wissenschaftler, halbflüssiges Kohlendioxid in den Boden zu injizieren.

"Es gibt eine zunehmende Übereinkunft darin, dass die geologische Entsorgung von Kohlendioxid ein umweltfreundlicher Weg ist, den schnellen Anstieg von Kohlendioxidemissionen zu stoppen, ohne dabei die wirtschaftliche Entwicklung zu gefährden", sagt Peter Cook vom australischen Petroleum-Forschungszentrum APCRC http://www.apcrc.com.au . Nach dem derzeitigen Kenntnisstand scheint es möglich, das Kohlendioxid für Tausende von Jahren sicher im Untergrund zu deponieren, so der Forscher.

Das Projekt unter dem Namen Glad Rock 1, benannt nach der Gladstone-Rockhampton-Region an der Ostküste von Queensland, wird gemeinsam mit der Commonwealth Forschungsorganisation CSIRO http://www.csiro.au durchgeführt. Das Gas soll in Grundwasserschichten gelagert werden, die zu tief oder zu salzig sind, um als Trinkwasser-Reservoirs genutzt zu werden. Auch Kohlengruben, alte Öl- und Gasfelder und unterirdische Höhlen kommen als Lagerstätten in Betracht.

"Die Idee, der Erde den Kohlenstoff, der permanent entzogen wird, wieder zurück zu geben, ist alt", sagt Erwin Mayer, Klimaspezialist von Greenpeace Österreich http://www.greenpeace.at zu pressetext.austria. Die Methode ist aber sehr teuer und erfordert großen energetischen Aufwand. In Hawaii wird derzeit auch an einem Projekt gearbeitet, das Treibhausgas CO2 am Meeresboden zu lagern. Gegner befürchten allerdings große Gefahren für die Umwelt. Durch die Übersäuerung ist die Unterwasserflora und - fauna gefährdet, außerdem könnte durch Meeresströmungen das Gas an die Oberfläche gelangen und zur Gefahr für Schiffe werden. "Anstatt auf erneuerbare Energien zu setzen, wird mit allen möglichen Mitteln versucht, CO2 - Dumping zu betreiben. Dabei ist es egal, ob die Entsorgung teuer und energetisch ungeeignet ist ", so Mayer. (Ende)
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