pte20000503005 in Leben
Atemnot wird oft falsch gedeutet
Sechs Prozent der österreichischen Kinder leiden an Asthma - Tendenz steigend
Wien (pte005/03.05.2000/08:45)
Rund sechs Prozent der Österreichischen Kinder leiden unter bronchialem Asthma, einer Erkrankung, die auf Allergien zurückzuführen ist. Weitere vier Prozent leiden an Atemnot. Diese Zahlen wurden anlässlich des heute, Mittwoch, stattfindenden Weltasthma-Tages für Österreich veröffentlicht."Die Atemnot und der nicht-endende Husten wird oft nicht richtig diagnostiziert", sagt Beatrix Tichatschek, Geschäftsführerin des Allergiezentrum Wien West http://www.allergiezentrum.at "Wenn diese Symptome mit Hustensaft oder Antibiotika bekämpft werden, kann kein Erfolg eintreten", so Tichatschek. "Allergiker müssen erkannt werden und müssen ihre Allergien in einem Labor austesten lassen", so Tichatschek. Nur so könne eine erfolgreiche Therapie begonnen werden. Die Allergene, die zu Asthma bronchiale führen, sind nicht nur Pollen, sondern auch Hausstaubmilben, Tierhaare und Lebensmittel. Um genau feststellen zu können, auf welche Stoffe der Patient allergisch reagiert, ist ein Allergietest unerlässlich", so Tichatschek.
Eine Studie der pulmologischen Abteilung und Allergologie der Kinderklinik des LKH Graz http://www.kfunigraz.ac.at/kikwww/pulmo.html spricht davon, dass von den rund zehn Prozent Asthmaverdächtigen nur ein Drittel die Asthmadiagnose bekommen habe. "Aufgrund der vorliegenden Daten wäre eine Asthmadiagnose in fast drei Viertel aller Fälle zu erwarten gewesen", so Maximilian Zach, Leiter der pulmologischen Abteilung am LKH Graz. Zach kritisiert in diesem Zusammenhang auch den Mangel, dass die österreichische Ärzteschaft zu wenig intensiv auf die Diagnostik von Asthma geschult werde.
Das Austesten können Allergielaboratorien und Allergiezentren übernehmen. Dort ist geschultes Personal tätig. Bei leichten Fällen könne mit lokalen Inhalatoren sofort Abhilfe geschaffen werden. Bei Allergien gegen Tiere könne schon durch die Entfernung der Tiere aus dem Schlafraum Abhilfe geschaffen werden. "Wir raten nur jedem Allergiker dringend zu einer Behandlung, da die Allergie erfahrungsgemäß stärker wird", so Tichatschek. Allergien sind nicht heilbar, aber mit modernen Methoden können die Symptome ausgeschaltet werden, so die Ärztin.
Auch die traditionelle chinesische Medizin TCM beschäftigt sich mit der Heilung von Asthma: beim Peking Congress 2000, der vom 22. bis 24. April mit rund 2.800 Teilnehmern stattfand, wurden in den rund 1.628 Abstracts und Vorträgen auch allergische Erkrankungen wie bronchiales Asthma behandelt. "Mit Hilfe von Akupunktur und chinesischen Arzneimitteln gelangen großartige Heilungserfolge", sagte Andreas Bayer, Professor der Kyung San Universität Los Angeles und Präsident der TCM-Akademie in Österreich. http://www.tcm-academy.org
Dringend raten alle drei Mediziner auf folgende Symptome ihrer Kinder zu achten: Latentes kränkeln, pfeifende Atemgeräusche, Husten und Atemnot in der Nacht, Atembeschwerden beim Beginn einer körperlichen Anstrengung und schwere länger andauernde Bronchitis. (ww) (Ende)
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