pte20000505019 in Leben
Atemgerät für Lawinen-Opfer
Künstliches Luftloch soll Überlebenschancen steigen
Salt Lake City/Utah (pte019/05.05.2000/12:08)
US-Forscher haben ein Atemgerät entwickelt, das Lawinenopfer wesentlich bessere Überlebenschancen verschaffen soll. Das Gerät (Bild), das über der Kleidung getragen wird, leitet das ausgeatmete Kohlendioxid über eine so genannte Lawinenlunge (AvaLung) hinter den Rücken vom Opfer. Damit entsteht ein künstliches Luftloch, das die mögliche Ausdauerzeit unter dem Schnee wesentlich verlängern soll.Lawinen forderten derzeit ca. 100 Todesopfer jährlich in Europa und 40 in den USA, heißt es im Forschungsbericht, der in der aktuellen Ausgabe der "Journal of the American Medical Association" erscheint. http://jama.ama-assn.org 75 Prozent dieser Opfer erstickten. Die AvaLung soll daher dafür sorgen, dass das Blut des Opfers mit gefährlichen Mengen von wieder eingeatmetem Kohlendioxid nicht vergiftet wird, während diese auf Rettungsmannschaften warteten. Momentan überlebten 92 Prozent der Opfer, die innerhalb einer Viertelstunde geborgen werden. Nach einer halbe Stunde sei es nur noch knapp jedes dritte Opfer.
Ohne die AvaLung haben es sechs männliche und zwei weibliche Testpersonen im Durchschnitt zehn Minuten unter einem Schneeberg ausgehalten. Unter Leitung von Dr. Colin Grissom vom LDS Krankenhaus in Salt Lake City http://4saltlakecity.4anything.com/network-frame/0,1855,6114:45018,00.html wollten die Forscher testen, ob die Teilnehmer 60 Minuten unter dem Schnee mit Hilfe der AvaLung bleiben könnten. Tatsächlich sind im Durchschnitt 58 Minuten von der angestrebten 60 vergangen, bevor das Signal zum Herausholen gegeben worden ist. (Ende)
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