pts20000421001 in Leben
Arbeitsinspektion setzt auf Beratung
Rückgang bei Strafanzeigen gegen Unternehmen und deutlicher Zuwachs an Beratungen
Wien (pts001/21.04.2000/07:15)
Eine erfreuliche Bilanz zog die Arbeitsinspektion in ihrem Tätigkeitsbericht für 1998, der in Kürze dem Nationalrat vorgelegt wird: Verglichen mit dem Vorjahr ist die Zahl der Strafanzeigen um rund 10 Prozent gesunken, die der reinen Unterstützungs- und Beratungsgespräche jedoch um fast 20 Prozent gestiegen. "Besonders erfreulich ist auch, dass die Zahl der Arbeitsunfälle zurückgegangen ist", sagte Wirtschafts- und Arbeitsminister Martin Bartenstein. http://www.bmwa.gv.atVon den 300 Arbeitsinspektoren wurden österreichweit rund 70.000 Betriebe und Baustellen überprüft. Dabei wurden etwa 73.000 Übertretungen festgestellt. Etwa jede achte Beanstandung betraf die Beschäftigung von Schwangeren oder Jugendlichen bzw. Vorschriften zur Arbeitszeit oder Arbeitsruhe. Darüber hinaus wurden bei Lenkerkontrollen rund 4.000 Übertretungen festgestellt.
Die Zahl der Strafanzeigen, die 1998 von der Arbeitsinspektion gegen die Verantwortlichen in den Betrieben erstattet werden mussten, ist von rund 2.000 im Jahr 1997 auf etwa 1.700 zurückgegangen. Nur jede vierundvierzigste Beanstandung wurde somit angezeigt.
Dem gegenüber stehen über 17.000 reine Beratungsgespräche, in denen die Arbeitsinspektoren ihr Fachwissen den Betrieben unentgeltlich zur Verfügung stellen. Nicht eingerechnet ist dabei die weit höhere Zahl an Beratungen, die im Zuge von Betriebsbesichtigungen und im Rahmen der Genehmigungsverfahren regelmäßig durchgeführt werden."Das verdeutlicht, dass die Arbeitsinspektion vor allem durch ein verstärktes Beratungs- und Serviceangebot und nicht durch Strafen ein hohes Schutzniveau in den Betrieben fördert", betont Arbeitsminister Bartenstein.
Von der Allgemeinen Unfallversicherungsanstalt wurde im Jahr 1998 neuerlich ein erfreulicher Rückgang bei Arbeitsunfällen und Berufskrankheiten festgestellt. Im Vergleich zu 1997 sank die Zahl der Arbeitsunfälle (ohne Wegunfälle) von über 112.000 auf unter 108.000.
Auch bei der illegalen Beschäftigung von Ausländern stellt die Arbeitsinspektion einen Rückgang von Übertretungen fest. Wurden 1997 noch über 3.800 illegal Beschäftigte angetroffen, so waren es 1998 nur noch 3.000. Dementsprechend gingen die Strafanzeigen um 16 Prozent zurück. (Ende)
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