pte20000828033 in Leben
Arbeiterkammer warnt vor Traumjobs im Internet
Interessenten sollen kritisch mit lukrativen Angeboten umgehen
Wien (pte033/28.08.2000/13:46)
Die Wiener AK http://www.akwien.at/konsumenten warnt erneut vor unseriösen Nebenjobs, die im Internet angeboten werden: Konsumenten müssen sich zuerst teure Broschüren bestellen, in denen dann weitere Adressen abgedruckt sind. Anrufe bei den betreffenden Unternehmen schlagen sich mit hohen Gesprächsgebühren zu Buche, da die Rufnummern kostenpflichtig sind."Wir haben in den Inseraten der Tageszeitungen recherchiert", sagt Manuela Delapina, Referentin der Abteilung Konsumentenschutz bei der Arbeiterkammer Wien zu pressetext.austria. Die zahlreichen Nebenverdienst-Angebote finden sich unter den Rubriken "diverses Personal" und "Teilzeit" oder die Unternehmen nutzen die neuen Medien wie zum Beispiel das Internet.
Unter der Page http://www.sofortverdienen.de findet sich beispielsweise eine österreichische Kontaktadresse, die allerdings nur über eine deutsche Hotline und einer 0900-Rufnummer erreichbar ist. Bei Recherchen durch pressetext.austria waren alle Rufnummern besetzt. Auch die Homepage von http://www.nebenjob.cc bietet lukrative Nebenverdienste an. "Stellen sie sich vor es gäbe einen Weg, Spaß und Arbeit, Familie und Karriere, Sicherheit und Herausforderung, Lebensqualität und finanzielle Freiheit sowie Teamwork und persönliche Verwirklichung zu verbinden", heißt es auf der Homepage. Telefonische Nachfragen sind leider nicht möglich, da keine Rufnummer angegeben ist. Die Homepage ist jedenfalls mit schönen Fotos reichhaltig ausgestattet. Erfolgsbeispiele von Fredi, dem LKW-Fahrer, und Gertrude, der Versicherungsangestellten, finden sich auch darunter.
"Unter den Infodienst-Nummern werden märchenhafte Verdienstmöglichkeiten angeboten, aber die Gebühren belaufen sich auf rund 25 Schilling pro Minute. Nach langen Bandansagen wird der Anrufer aufgefordert, seinen Beruf, seine Automarke und persönliche Daten anzugeben. Bis dahin schnellt die Gesprächsgebühr in die Höhe", so Delapina. Die Konsumentenberaterin rät allen Interessenten sehr kritisch mit extrem lukrativen Angeboten umzugehen. "Es ist auch besser die Finger davon zu lassen, wenn Tätigkeiten nicht oder nur undurchsichtig beschrieben werden". Auch warnt sie dringend davor, Waren, Geräte oder Broschüren im Voraus zu bezahlen. "Meist ist ein Haken dabei, wenn für Jobausbildungen Seminare zu buchen sind, die selbst zu bezahlen sind. Auch vor Unternehmen, die nur eine Postfachadresse oder Telefonnummer, die im Ausland ist, angeben, sollten die Jobsuchenden die Finger lassen", so Delapina.
Es gebe bereits einige Geschädigte, so die AK-Referentin. Eine Konsumentin habe bei einem deutschen Unternehmen für umgerechnet 11.000 Schilling nicht zusammengebaute Kugelschreiber gekauft. Der Job hätte darin bestanden, diese zusammenzubauen und wieder zurückzusenden. Das habe die betreffende Frau auch getan. Auf das Geld warte sie heute noch.
Weitere Informationen unter:
http://www.akwien.at/ak/plsql/ak6.meld_anzeigen?id=6287&p_benutzer=guest
AK-Konsumentenberatung: Telefon:01/ 501 65 - 2677 (Ende)
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