pte20000808005 in Leben
Amerikanische Satellitenaufklärung leidet unter zu vielen E-Mails
Personalmangel wird für Fehler verantwortlich gemacht
Washington (pte005/08.08.2000/09:30)
Nach einem Bericht des amerikanischen Luftfahrtmagazins Aviation Week http://www.aviationnow.com gehören zu wenig Personal und zu viele E-Mails zu den schwerwiegendsten Problemen der amerikanischen Satellitenaufklärung. Das und verbesserte Gegenmaßnahmen werden von den Geheimdienstmitarbeitern für die Misserfolge der letzten Jahre wie dem verschlafenen Atombombentest Indiens 1998 und der Bombardierung der chinesischen Botschaft während des Kosovokrieges verantwortlich gemacht."Der verpasste Atombombentest Indiens war ein Weckruf für uns", gesteht einer der Leiter der Aufklärungsabteilung. Nach einer eingehenden Analyse aller Abläufe innerhalb der Satellitenaufklärung der USA kamen die von der CIA angeheuerten Experten zum Schluss, dass vor allem die "All-Source"-Analysten, die alle verschiedenen Quellen kombinieren und auswerten, einen unverhältnismäßig großen Teil ihrer Arbeitszeit mit dem Beantworten ihrer täglichen E-Mails verbringen müssen, anstatt an der Auswertung ihrer Daten zu arbeiten. Zusätzlich haben sich die Anforderungen an die Aufklärer in den letzten zehn Jahren verdoppelt, während ein Drittel des Personals abgebaut wurde.
Alles in allem sind die Aufklärer der CIA und der amerikanischen Streitkräfte heute noch weit von ihrem Ziel einer "Real-Time-Strategie"entfernt. Trotzdem liefern die Satellitenaufklärer einen wichtigen Teil der Entscheidungsgrundlagen der amerikanischen Führung. "Die Satellitenaufklärung dient sowohl der militärischen Führung als auch dem Geheimdienst. Und wir unterstützen die Entscheidungsträger in der amerikanischen Politik", meinte ein leitender Aufklärer.
An normalen Tagen sind 35 bis 40 Prozent aller Satellitenkapazitäten und des Personals für die Überwachung von militärischen Zielen in Staaten wie Jugoslawien, Russland, Nordkorea, China oder dem Irak abgestellt. Weitere 15 Prozent dienen zur Überwachung von nuklear, chemisch oder biologisch bedenklichen Zielen. (Ende)
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