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pte20191202018 Medien/Kommunikation, Handel/Dienstleistungen

Amazon verkauft Auschwitz-Weihnachtsschmuck

Empörung auf Twitter - E-Commerce-Plattform hat umstrittene Produkte schon entfernt


Auschwitz-Schmuck: Kritik an Amazon (Foto: twitter.com, Auschwitz Memorial)
Auschwitz-Schmuck: Kritik an Amazon (Foto: twitter.com, Auschwitz Memorial)

Auschwitz/Rohrbach-Berg (pte018/02.12.2019/11:30) - E-Commerce-Riese Amazon hat Riesenärger wegen angebotenem Weihnachtsschmuck bekommen, auf dem das NS-Vernichtungslager Auschwitz abgebildet ist. Das Staatliche Museum Auschwitz-Birkenau http://auschwitz.org postete auf Twitter Bilder von den Ornamenten in Form von Glocken und Schneeflocken und nannte sie "verstörend und respektlos".

"Terror-Marketing"

"Bei solchen Produkten geht es weniger um den Verkauf, als darum, Aufregung zu erzeugen. Es könnte auch ein politisches Motiv dahinterstecken. Denn leider gibt es durchaus Zielgruppen, die sich davon angesprochen fühlen. Normalerweise sind entsprechende Symbole aber versteckt und nicht so offen zu sehen. Im traditionellen Marketing würde man von Guerilla-Marketing sprechen. Hier müsste es wohl eher Terror-Marketing heißen", erklärt Markenstratege Michael Brandtner http://michaelbrandtner.com im Gespräch mit pressetext.

Amazon hatte den Weihnachtsschmuck aus seinem Sortiment entfernt, als das Staatliche Museum Auschwitz-Birkenau weitere Produkte von einem anderen Drittanbieter entdeckte, die Auschwitz darstellen, darunter ein Mousepad. "Leider ist es noch nicht vorbei", postete das Museum. Auch diese Produkte wurden von Amazon mittlerweile von der Plattform entfernt.

Längst kein Einzelfall

Laut Amazon verstoßen diese Produkte gegen die Richtlinien der Seite, bei Verstößen kann das zur Auflösung von Accounts führen. Das Staatliche Museum Auschwitz-Birkenau hat bereits in der Vergangenheit mehrere Produkte im Internet gefunden, die Auschwitz und ähnliche Bilder von NS-Gräueln darstellen. Oft handelt es sich dabei um personalisierte Produkte, bei denen die Betreiber der Plattformen die Inhalte nicht ausreichend überprüfen (pressetext berichtete: http://pte.com/news/20190917019 ).

(Ende)
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