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pte20000725003 in Leben

Alkohol-Problem in Dritter Welt oft unterschätzt

Statistiken sind irreführend


Hannover (pte003/25.07.2000/10:18)

Statistiken, die zeigen, dass der Alkohol-Konsum in Entwicklungsländern weit niedriger als in den Industriestaaten ist, sind irreführend. Davor warnte Charles Parry von der "Medical Research Council of South Africa" http://www.mrc.ac.za auf dem Weltkongress "Medicine Meets Millenium" (Logo) in Hannover. http://www.mh-hannover.de/MMM Während der Konsum von Alkohol in den meisten Industriestaaten zurückgeht (ausgenommen Japan und Teile der ehemaligen Sowjetunion), sei die Tendenz in den Entwicklungsländern deutlich steigend, so Parry.

Es werde sehr viel inoffiziell gebrauter Alkohol in den Entwicklungsländern konsumiert, der deshalb nicht in den offiziellen Statistiken auftauche, betonte Parry. Darüber hinaus trinkt in diesen Ländern ein wesentlicher Teil der Bevölkerung oft gar nichts. In Südafrika zum Beispiel konsumiert fast die Hälfte der Bevölkerung keinen Alkohol. Ein Drittel der Trinker dagegen konsumiere vor allem an Wochenenden sehr viel. Dies habe schwerwiegende Konsequenzen.

In 1999 habe Alkohol bei fast 50 Prozent der Tode durch Autounfälle und Mord in Südafrika eine Rolle gespielt, so Parry. Alkohol habe auch bei mehr als einem Viertel der Selbstmorde und anderen tödlichen Unfällen mitgespielt. Eine Analyse von Kinder in der ersten Schulklasse in einer Siedlung am Rande von Cape Town habe ergeben, dass 45 von 1.000 an Fötal Alkohol Syndrom (FAS) litten. Dies sei eine 18 bis 141 Mal höhere Rate als in den USA.

Globale Marketing-Strategien, kulturelle Änderungen und Verstädterung würden dazu führen, dass der Trend zum erhöhten Alkohol-Konsum in den Entwicklungsländern weiter steigt, berichtet Parry. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO), die Weltbank und das Internationale Währungsfonds (IWF) müssten die Bekämpfung dieses Problems als Priorität setzen.

Auf dem Medicine meets Millennium-Kongress treffen sich in den kommenden vier Wochen Wissenschaftler aus diversen Fachdisziplinen, um über gesundheitliche Probleme und Perspektiven zu Beginn des 21. Jahrhunderts zu diskutieren. Jeder der Kongresstage ist einem anderen Thema gewidmet: von Schmerz und Drogenmissbrauch, über die neue Genetik und Fortschritte in der Krebsmedizin bis hin zu Gesundheitsberufen und modernen Techniken in der Medizin. 300 Vortragende aus aller Welt sind angemeldet. (Ende)
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