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pte20000224015 in Leben

Algen produzieren Wasserstoff

Photosynthese-Mechanismus durch Fehlen von Schwefel ausgeschaltet


Berkeley/Kalifornien (pte015/24.02.2000/11:30)

Eine zukunftsweisende Entdeckung haben US-Biologen gemacht: Sie haben die Alge Chlamydomonas reinhardtii mit einem einfachen biochemischen Mechanismus dazu gebracht, Sonnenlicht und Wasser in große Mengen Wasserstoff - ein wertvoller gasförmiger Brennstoff - umzuwandeln. Seit fast 60 Jahren war bekannt, dass Algen dieses Gas produzieren können, aber nur in kleinsten Mengen. http://www.eurekalert.org/releases/ucb-cac021800.html

"Es war ein Gefühl, wie wenn man auf Öl stößt", schwärmt Tasios Melis von der University of California http://www.berkeley.edu/ über die Entdeckung, die er bei der Jahresversammlung der American Association for the Advancement of Science http://www.aaas.org/ und auch in der Fachzeitschrift Plant Physiology http://www.urbanfischer.de/Journals/jpp/ vorgestellt hat. Bisher habe er mit seinen Kollegen nur geringe Mengen der mikroskopisch kleinen Grünalge auf ihre Fähigkeiten hin untersucht. "Für die Zukunft planen wir sowohl kleine industriell nutzbare Einheiten als auch große Photobioreaktor Komplexe", sagt Melis.

Wie kamen die Forscher zu ihrer Entdeckung? Der Durchbruch gelang ihnen, als sie den "molekularen Schalter" entdeckten. Dies ist ein Prozess, bei dem sich der gewöhnliche Photosynthese-Mechanismus durch Abwesenheit des Elements Schwefel beliebig ausschalten lässt: Als Folge produziert die Alge aus gespeicherter Energie den Wasserstoff.

Viele Energie-Experten halten den Wasserstoff für die beste erneuerbare Energiequelle der Zukunft. Es ist ein umweltfreundlicher Ersatz zu fossilen Brennstoffen. "Wasserstoff verbrennt so sauber, dass man das Endprodukt - Wasser - trinken kann", so Melis. Diesen gewinnt man derzeit aus Erdgas, doch die Entdeckung lässt eine photosynthetische Gewinnung aus Sonnenenergie und Wasser wahrscheinlich werden. Wirtschaftlich sei die Wasserstoff-Produktionsrate zwar noch nicht, so die Forscher, aber sie glauben, diese in kürze mindestens zu verzehnfachen. Ein kleiner kommerzieller Tümpel sollte dann ausreichen, um den Wochenbedarf für ein Dutzend Autos zu produzieren. (wsa, EurekAlert) (Ende)
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