pte20000401009 in Leben
Aids-Therapie steigert Lebensdauer
"Haart" verringert Sterberisiko um 64 Prozent
London (pte009/01.04.2000/11:15)
Eine umfassende europäische Studie hat nachgewiesen, dass eine vor vier Jahren eingeführte Kombination von Medikamenten die Lebensdauer von HIV-Patienten deutlich steigert. Die Medikamentenkombination "Haart" (highly active antiretroviral therapy) hat das Risiko innerhalb von zehn Jahren an Aids zu sterben um 64 Prozent verringert. Für die im britischen Medizinjournal "The Lancet" http://www.thelancet.com veröffentlichte Studie wurden Daten von 5.646 HIV-Patienten aus zehn europäischen Ländern ausgewertet. Die Studie warnt davor, diese Behandlungsmethode als Heilungsmittel anzusehen, da nur die Ausbreitung des Viruses im Körper bekämpft wird.Die Forscher verglichen die Überlebensraten von Risikopatienten aus den Jahren 1986 - 1996 mit den Jahren 1997 - 1998, als Haart bereits eingeführt war. Insgesamt war etwas mehr als ein Viertel der Infizierten in diesem Zeitraum verstorben. Das Todesrisiko war in den Jahren nach der Haart-Einführung deutlich niedriger. Am meisten profitierten ältere Menschen. Von jenen die zwischen 45 und 64 Jahren infiziert worden waren, lebten ein Jahrzehnt später noch 67 Prozent. Von der vergleichbaren Gruppe aus der Zeit vor der Einführung von Haart lebten nur noch 38 Prozent. In der Altersgruppe zwischen 15 und 24 Jahren war der Unterschied mit 88 Prozent gegenüber 66 Prozent weniger auffällig. Kholourd Porter, der Koordinator der Studie, betonte, dass man derzeit über die Langzeitwirkungen von Haart keine Angaben machen könne. http://www.thelancet.com/newlancet/reg/issues/vol355no9210/menu_NOD999.html (bbcnews) (Ende)
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