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pte20000719001 in Leben

Abwerbung von Ärzten aus Entwicklungsländern soll gestoppt werden

Industrieländer sollen für gezielte Anwerbung bezahlen


Liverpool/England (pte001/19.07.2000/09:30)

Industrieländer, die gezielt junge Ärzte aus Entwicklungsländern anwerben, sollen die Kosten der Ausbildung an das betroffene Land bezahlen. Dies fordern britische und kanadische Wissenschaftler in der aktuellen Ausgabe der medizinischen Fachzeitschrift "The Lancet". http://www.thelancet.com Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) http://www.who.org könnte eine solche Regelung ausarbeiten, so Peter Bundred von der University of Liverpool in England. http://www.liv.ac.uk

"Wir können nichts dagegen tun, wenn Ärzte eine bessere Lebensqualität suchen, aber die aktive Plünderung von Medizinern seitens Regierungen ist etwas ganz anderes", so Bundred. Gerade was die fehlende medizinische Versorgung in geographisch isolierten Gegenden der reichen Länder betreffe, sei dies ein immer größeres Problem. Die Landesregierung des kanadischen Bundesstaates Alberta hätte zum Beispiel ein eigenes Team eingesetzt, um nach Südafrika zu fahren und Ärzte anzuwerben. Es ist laut Bundred nicht akzeptabel, wenn reiche Länder eine billige Lösung für ihre eigene mangelhafte Personalplanung suchten. Dies habe verheerende Konsequenzen für die Entwicklungsländer.

Die WHO sollte eine internationale Tagung organisieren, um die Ziele der "Durban Declaration" http://www.durbandeclaration.org zu diskutieren, so Bundred. Rund 5.000 Wissenschaftler aus aller Welt setzten im Rahmen der 13. Internationalen AIDS-Konferenz in Durban, Südafrika, ihre Unterschrift unter die Erklärung, aus der unter anderem hervorgeht, dass Wissenschaftler vermehrt zusammen arbeiten müssten, um die Verbreitung des HIV-Virus zu unterdrücken. Ein solches Treffen wäre auch eine gute Möglichkeit, Regelungen gegen die Abwerbung von Ärzten auszuarbeiten, so Bundred. (Ende)
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