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pte20000517019 in Leben

500 Gen-Detektive gesucht

Greenpeace startet Cyber-Aktion gegen Gentech-Lebensmittel


Wien (pte019/17.05.2000/12:53)

Seit einigen Wochen kursieren im Auftrag der Umweltorganisation Greenpeace um die 40 "Gen-Detektive" in Österreichs Supermärkten. Weitere 400 bis 500 werden übers Internet http://www.greenpeace.at/gen-detektive gesucht. Mit der Aktion wolle Greenpeace seinen Handlungsspielraum in den Cyber-Space erweitern, so Gen-Detektiv-Projektleiter Gerhard Pock heute, Mittwoch, in Wien. Jeder Internet-User könne ab sofort Greenpeace-Cyber-Aktivist werden.

Der einzige Auftrag der Cyber-Spione besteht darin, beim Entdecken einer Gentech-Komponente in einem Lebensmittelprodukt Greenpeace sofort ein E-Mail zu schicken. Die einzige Bedingung, um Gen-Detektiv zu werden, seien sehr gute Augen. Dies erklärte Greenpeace-Gentechnik-Experte Herwig Schuster. Obwohl Österreich weitestgehend Gentechnik-frei sei, würden immer wieder Versuche unternommen, Produkte mit genetisch veränderten Komponenten einzuschmuggeln. Die Kennzeichnungen "hergestellt aus genetisch veränderter Soja", oder "hergestellt aus genetisch verändertem Mais" seien manchmal so klein gedruckt, dass man eine Lupe brauche, um sie zu entziffern. Die Arbeit der Gen-Detektive werde darüber hinaus dadurch erschwert, dass manche Hersteller gesetzwidrig euphemistische ("biotechnologisch verbessert") oder skurrile Bezeichnungen ("GVO-Erzeugnis"; genetisch veränderter Organismus) verwendeten.

Seit Freischalten der Gen-Detektive-Webseite sei der "Gen-Alarm" bereits zweimal ausgelöst worden, berichtete Schuster. Das erste Produkt, ein Lecithin Granulat von Hi Tec Nutrition, befindet sich nicht mehr im Handel. Auf eine Antwort vom Hersteller des zweiten Produktes, Herbalife Protein-Shake Getränkemix, warte Greenpeace noch. Erst wenn die Möglichkeiten der virtuellen Kampagne ausgeschöpft seien, werde Greenpeace auf klassischen Aktionismus zurückgreifen und in der "nicht-cyberlichen Öffentlichkeit" Lobbying-Aktionen veranstalten.

Dass es trotz Gen-Detektive-Aktion und anderer Aktivitäten doch noch Gentech-Komponente in in Österreich verkauften Lebensmitteln geben könnte, sei nicht auszuschließen, erklärte Schuster. Die derzeitige EU-Regelung schreibt eine Kennzeichnung nur dann vor, wenn gentechnisch veränderte Komponente im Endprodukt chemisch-analytisch nachweisbar sind. Bei sehr kleinen Mengen von Lecithin sei die Nachweisbarkeit der Gentechnik oft nicht möglich. Anstrebenswert wäre eine Regelung, wobei der Herstellungsprozess angegeben werden müsste. "In erster Linie sind wir aber sehr froh, dass es überhaupt eine Kennzeichnungsregelung gibt." (Ende)
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