leben

AUSSENDER



Krankenkasse-wechseln-Schweiz

Ansprechpartner: Krankenkasse-wechseln-Schweiz

E-Mail: beratung@krankenkasse-wechseln-schweiz.ch

LEBEN

30.10.2026 - 06:15 | pressetext.redaktion
29.10.2026 - 15:45 | Asia Resort Linsberg Betriebs GmbH
29.10.2026 - 14:00 | Scientology-Kirche Deutschland e.V.
29.10.2026 - 13:10 | Scientology-Kirche Celebrity Centre Wien
29.10.2026 - 11:30 | pressetext.redaktion
ptp20261030009 in Leben

300 oder 2'500 Franken Franchise?

Warum Schweizer die Extreme wählen


Welche Franchise macht bei Ihnen Sinn? (Foto: Unsplash)
Welche Franchise macht bei Ihnen Sinn? (Foto: Unsplash)

Bern (ptp009/30.10.2026/08:00)

300 oder 2'500 Franken Franchise? Knapp 77 Prozent der in einer Comparis-Umfrage 2026 befragten Erwachsenen wählen einen dieser beiden Beträge. Gleichzeitig steigen die mittleren Krankenkassenprämien 2027 laut Bund um 5 Prozent. Das Informationsportal Krankenkasse wechseln Schweiz erklärt, warum die mittleren Franchisen nicht automatisch der beste Kompromiss sind, ab welchen Gesundheitskosten die Ersparnis kippen kann – und welche Kündigungsfrist Versicherte für den Jahreswechsel beachten müssen.

Eine Comparis-Befragung von April 2026 zeigt eine auffällige Vorliebe bei der Krankenversicherung: Knapp 77 Prozent der 1'034 befragten Erwachsenen wählen entweder 300 oder 2'500 Franken Franchise. Die vier Zwischenstufen sind weit weniger gefragt. Dahinter steckt eine Rechnung zwischen tiefen Monatsprämien und dem Risiko hoher Gesundheitskosten.

Diese Entscheidung wird für 2027 besonders aktuell. Laut Bundesamt für Gesundheit (BAG) steigen die mittleren Krankenkassenprämien um 5,0 Prozent auf 412 Franken pro Monat. Bei Erwachsenen beträgt der neue Durchschnitt 487.60 Franken. Wer nur auf die Prämie schaut, kann dennoch mehr bezahlen als nötig. Entscheidend sind die Gesamtkosten eines Jahres.

300 oder 2'500 Franken: Was ist der Unterschied?

Die Franchise ist der Betrag, den Erwachsene pro Kalenderjahr für gedeckte Gesundheitsleistungen zunächst selbst tragen. Danach fällt in der Regel ein Selbstbehalt von zehn Prozent an, höchstens 700 Franken jährlich. Bei einer Franchise von 300 Franken beträgt die reguläre maximale Kostenbeteiligung deshalb 1'000 Franken; mit der höchsten Franchise von 2'500 Franken sind es 3'200 Franken. Allfällige Spitalbeiträge sind darin nicht enthalten.

Die Differenz beim Risiko beträgt 2'200 Franken. Der Gegenwert ist eine tiefere Monatsprämie. Allerdings begrenzt das Gesetz den jährlichen Rabatt für die Maximalfranchise gegenüber der Mindestfranchise auf 1'540 Franken. Selbst beim höchstmöglichen Rabatt bleibt bei sehr hohen Behandlungskosten somit ein finanzieller Nachteil von mindestens 660 Franken.

Wer kaum ärztliche Leistungen benötigt, kann mit 2'500 Franken Prämien sparen. Wer regelmässig Medikamente, Therapien oder Untersuchungen braucht, fährt mit 300 Franken oft günstiger. Die einzelnen Stufen und die Kostenbeteiligung erklärt die Franchise-Übersicht des Informationsportals Krankenkasse wechseln Schweiz.

Rechenbeispiel: Wann kippt die Ersparnis?

Ein Beispiel mit identischer Kasse und gleichem Modell: Die Prämie mit 2'500 Franken Franchise liegt monatlich 120 Franken unter jener mit 300 Franken. Die jährliche Ersparnis beträgt 1'440 Franken. Ohne anrechenbare Gesundheitskosten ist die hohe Franchise damit klar günstiger.

Bei 3'000 Franken gedeckten Behandlungskosten fällt die Rechnung anders aus. Mit 300 Franken Franchise werden 300 Franken Franchise und 270 Franken Selbstbehalt fällig – insgesamt 570 Franken. Bei 2'500 Franken Franchise sind es 2'500 plus 50 Franken, also 2'550 Franken. Die Mehrbelastung von 1'980 Franken übersteigt die Prämienersparnis um 540 Franken. Die tiefe Franchise gewinnt.

In diesem vereinfachten Beispiel sind beide Varianten bei rund 1'900 Franken jährlichen Behandlungskosten gleich teuer. Die individuelle Schwelle hängt von den tatsächlichen Prämien ab. Wohnort, Kasse, Alter und Versicherungsmodell können sie erheblich verschieben. Deshalb gehören beim Vergleich stets die zwölf Monatsprämien und die voraussichtliche Kostenbeteiligung in dieselbe Rechnung.

Warum Zwischenstufen oft enttäuschen

Die wählbaren Franchisen für Erwachsene liegen bei 500, 1'000, 1'500, 2'000 und 2'500 Franken. Die Mitte klingt nach einem vernünftigen Kompromiss. Doch der Prämienrabatt steigt nicht beliebig stark mit dem übernommenen Risiko. Je nach Tarif ist eine mittlere Franchise bei wenigen Arztkosten weniger attraktiv als 2'500 Franken – und bei hohen Kosten schlechter als 300 Franken.

Das bedeutet nicht, dass Zwischenstufen immer falsch sind. Sie können bei bestimmten Prämienabständen und Ausgaben durchaus passen. Sie sollten bloss nicht gewählt werden, weil «die Mitte» automatisch sicherer wirkt. Gemäss der Comparis-Erhebung ist die 500er-Franchise mit 9,5 Prozent noch die beliebteste Zwischenstufe.

Wichtig ist auch die Liquidität. Wer eine hohe Franchise wählt, braucht genügend Reserven, um im Krankheitsfall bis zu 3'200 Franken Kostenbeteiligung tragen zu können. Bei chronischen Beschwerden oder planbaren Eingriffen spricht die Kostenrechnung häufig für 300 Franken. Entscheidend ist nicht allein die Wahrscheinlichkeit einer Behandlung, sondern ob eine hohe Rechnung das Haushaltsbudget belastet.

Wechsel 2027: Die Frist läuft Ende November ab

Franchise und Krankenkasse sollten im Herbst gemeinsam überprüft werden. Die Leistungen der Grundversicherung sind gesetzlich einheitlich; die Prämien und Bedingungen der Versicherungsmodelle unterscheiden sich. Wer die Krankenkasse wechseln möchte, sollte deshalb vergleichbare Angebote mit identischer Franchise und passendem Modell gegenüberstellen.

Die häufig gesuchte Frage «Krankenkasse bis wann kündigen?» ist für den Wechsel per 1. Januar 2027 klar beantwortet: Die Kündigung muss spätestens am 30. November 2026 bei der bisherigen Grundversicherung eintreffen. Nicht der Poststempel zählt, sondern die Zustellung. Ein nachweisbarer Versand bis Mitte November schafft einen Sicherheitspuffer. Auch wer bei derselben Kasse die Franchise senken will, muss dies bis Ende November melden.

Wer für mehrere Familienmitglieder Krankenkassen kündigen muss, prüft die jeweiligen Policen am besten einzeln. Für die Kündigung der Krankenkasse hält das Portal Musterbriefe bereit. Zusatzversicherungen haben andere Kündigungsfristen und Aufnahmebedingungen; sie sollten nicht unbesehen mit der Grundversicherung gekündigt werden.

Nicht die populärste Franchise zählt, sondern die passende

Krankenkasse wechseln Schweiz informiert als Ratgeberportal über Prämien, Franchisen, Kostenbeteiligungen und Fristen. Individuelle Versicherungsangebote müssen Versicherte selbst prüfen.

Die grosse Mehrheit entscheidet sich für eine der beiden äussersten Franchisen. Welche davon wirtschaftlich sinnvoll ist, zeigt aber erst die persönliche Jahresrechnung. Wer Prämien, Behandlungsbedarf und finanzielle Reserven zusammen betrachtet, kann 2027 fundierter entscheiden – statt eine scheinbar günstige Monatsprämie teuer zu bezahlen.

(Ende)
Aussender: Krankenkasse-wechseln-Schweiz
Ansprechpartner: Krankenkasse-wechseln-Schweiz
E-Mail: beratung@krankenkasse-wechseln-schweiz.ch
Website: www.krankenkasse-wechseln-schweiz.ch
|
Top