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pte20000906055 in Leben

21 Prozent der Schweizer würden Genfood kaufen

Grossteil befürwortet jedoch Gentechnologie in der Medizin


Zürich (pte055/06.09.2000/17:40)

Laut einer Umfrage des GfS-Forschungsinstituts befürwortet ein Grossteil der Schweizer Bevölkerung die Anwendung von Gentechnologie in der Medizin. Nach wie vor wird aber deren Verwendung in Nahrungsmittel sehr umstritten beurteilt. Nur 21 Prozent würden gentechnisch veränderte Lebensmittel kaufen.

Der "Gentechnik Monitor" des GfS-Forschungsinstituts befragt in regelmässigen Abständen die stimmberechtigten Schweizerinnen und Schweizer nach ihrer Einstellung zur Gentechnologie. Die letzte Erhebung wurde im Juli bei 1207 Personen durchgeführt.

Die Umfrage zeigt, dass Gentechnologie in medizinischen Bereichen an Akzeptanz gewonnen hat. Knapp zwei Drittel der Stimmberechtigten befürworten den Einsatz, um erblich bedingte Gesundheitsrisiken diagnostizieren zu können. Ebenso viele Personen sind positiv eingestellt, wenn dadurch Missbildungen bei Ungeborenen früher erkannt und behandelt werden können. Das Gleiche gilt für die Verbesserung der Lebensqualität von Patientinnen und Patienten. Jeweils knapp ein Viertel der BürgerInnen widersetzten sich diesen medizinischen Anwendungsmöglichkeiten.

Basierend auf diesen Ergebnissen zieht das GfS-Forschungsinstitut den Schluss, dass die Erfassung des menschlichen Genoms grundsätzlich akzeptiert wird, wenn sie Verbesserungen bei der Früherkennung von Krankheiten bringt und damit die Chancen für die erfolgreiche Behandlung erhöht werden.

Trotz der steigenden Akzeptanz zeigt sich die Schweizer Bevölkerung verunsichert: 61 Prozent fürchten, dass die Ergebnisse aus Genom-Analysen missbräuchlich eingesetzt werden, wie etwa zur Definierung der Eigenschaften für ein "Super-Baby". Auch die Verschönerung von Menschen mit Gentechnik wird als Luxus angesehen und deshalb abgelehnt. Das Gleiche trifft auf die Entwicklung neuer Medikamente für Alltagsbeschwerden zu, die heute bereits behandelbar sind.

Wenig akzeptiert ist auch die Verwendung von Gentechnologie bei Pflanzen. 53 Prozent der Bevölkerung lehnen eine Qualitätsverbesserung durch Gentechnologie ab. 56 Prozent stellen sich gegen eine Verbesserung der Haltbarkeit und nur gerade 32 Prozent würden eine gentechnisch bedingte Preisreduktion bei Lebensmitteln befürworten.

Leistet die Gentechnologie jedoch einen Beitrag zum Kampf gegen die Hungersnot, unterstützen 62 Prozent der Schweizer Bevölkerung den Einsatz.

Hierzulande gibt es jedoch nur ein überzeugendes Argument um die Akzeptanz erhöhen zu können: Wenn sich der Einsatz von Agrochemikalien verringern liesse, würden 54 Prozent den Einsatz von Gentechnologie unterstützen. Doch nur gerade 11 Prozent halten es für wahrscheinlich, dass dies in den nächsten fünf Jahren auch geschieht.

Verbote für Gentechnologie werden jedoch nicht als zwingend erachtet. Viel wichtiger ist den Schweizern die klare Deklaration. Sie wollen den Entscheid für oder gegen Gentechnologie selber fällen. Nur gerade 21 Prozent geben jedoch an, dass sie gentechnisch veränderte Nahrungsmittel konsumieren würden. (Ende)
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