pte20000617016 in Leben
21. Juni: "Tag des Schlafes"
Schlafstörungen sind ernstzunehmen
Bonn (pte016/17.06.2000/16:21)
Schlafstörungen und die dadurch entstehende Tagesmüdigkeit werden von Betroffenen und Ärzten häufig nicht genügend ernst genommen. Der volkswirtschaftliche Schaden durch falsch oder nicht behandelte Schlafstörungen ist nach Angaben von Schlafforschern aber enorm und wird weltweit auf 400 Mrd. Dollar (5700 Mrd. Schilling) jährlich geschätzt. Um die Bevölkerung stärker für das Problem Schlafstörungen und ihre möglichen Folgen zu sensibilisieren und die behandelnden Ärzte über einfache Diagnosemethoden und wirksame Therapiemaßnahmen zu informieren, findet am 21. Juni 2000 im ehemaligen Bundestag in Bonn der "Tag des Schlafes" http://www.Tag-des-Schlafes.de statt.Etwa 20-30 % der erwachsenen Bevölkerung leiden in Deutschland unter Ein- oder Durchschlafstörungen, unerholsamem Schlaf oder krankhafter Schläfrigkeit am Tage. Obwohl die meisten Betroffenen eine langjährige Leidensgeschichte hinter sich haben, sucht nur etwa ein Drittel der Schlafgestörten gezielte Hilfe bei einem Arzt. Lediglich die Hälfte von ihnen wird den Bedürfnissen entsprechend behandelt. Der gestörte Nachtschlaf bleibt jedoch nicht ohne gesundheitliche Folgen: Tagesmüdigkeit und Erschöpfung, Leistungsknicks, Konzentrationsstörungen und Reizbarkeit machen oftmals auch die Tage zur Qual und bringen neben depressiven Verstimmungen und sozialen Einschränkungen auch ein erhöhtes Unfallrisiko mit sich. Die Experten sind überzeugt, daß eine hohe Zahl von Arbeits- und Verkehrsunfällen auch auf mangelnde Leistungs- und Konzentrationsfähigkeit aufgrund von Schlafstörungen zurückzuführen sind. (siehe http://www.pte.at/show.pl.cgi?pte=000605039)
Die Aufklärungsveranstaltung ist eine partnerschaftliche Aktion der Deutschen Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin (DGSM), der Deutschen Akademie für Gesundheit und Schlaf (DAGS), den Arbeitsmedizinischen Diensten (AMD) und dem TÜV Rheinland/Berlin-Brandenburg mit dem Unternehmen Sanofi-Synthelabo. Durch Schlafstörungen bedingte Arbeitsausfälle, Unfälle im Straßenverkehr und beim Bedienen von Maschinen sowie Schlafstörungen durch Schichtarbeit werden Schwerpunkte des Aktionstages sein. Gleichzeitig werden deutschlandweit 30 Schlafmedizinische Zentren mit Schlaflaboren ihre Türen für interessierte Besucher öffnen. (Ende)
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