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pta20260903011
Unternehmensmitteilung für den Kapitalmarkt

Wiener Privatbank SE: Wachstum im Kerngeschäft und starke Kapitalbasis im ersten Halbjahr 2026

Wien (pta011/03.09.2026/07:55 UTC+2)

  • Provisionsüberschuss steigt um 21,5 % auf EUR 3,84 Mio.
  • Kreditvolumen wächst um 34 % auf EUR 56,73 Mio.
  • Ergebnisbeitrag aus dem Immobiliengeschäft mehr als verdreifacht
  • Kernkapitalquote von 23,72 % und LCR von 1.206 % unterstreichen finanzielle Stärke

Die Wiener Privatbank SE setzte im ersten Halbjahr 2026 ihre strategische Weiterentwicklung erfolgreich fort. Trotz eines weiterhin herausfordernden Marktumfelds mit verhaltener Kapitalmarktaktivität und geopolitischen Unsicherheiten erzielte die Bank eine Verbesserung ihrer operativen Geschäftsentwicklung. Maßgeblich dafür waren das stetig wachsende Kreditgeschäft, der deutliche Anstieg des Provisionsüberschusses sowie die erfolgreiche Entwicklung des Immobiliengeschäfts. Das Ergebnis vor Steuern lag mit EUR -0,75 Mio. leicht über dem Vorjahreswert von EUR -0,78 Mio. und zeigt die zunehmende Widerstandsfähigkeit des diversifizierten Geschäftsmodells.

Wachstum im Kerngeschäft bei weiterhin starker Kapitalausstattung

Die Wiener Privatbank verfügt unverändert über eine sehr solide Kapital- und Liquiditätsbasis. Per 30. Juni 2026 betrug die harte Kernkapitalquote (CET1) 23,72 %, während die Liquiditätsdeckungsquote (LCR) mit 1.206 % weiterhin auf außerordentlich hohem Niveau lag. Damit verfügt die Bank über erhebliche Spielräume für weiteres Wachstum und die Nutzung zukünftiger Marktchancen.

Ein wesentlicher Schwerpunkt lag im ersten Halbjahr auf dem weiteren Ausbau des Kreditgeschäfts. Die Kundenforderungen stiegen von EUR 42,36 Mio. zum Jahresende 2025 auf EUR 56,73 Mio. per 30. Juni 2026 und erhöhten sich damit um rund 34 %. Der Ausbau erfolgte weiterhin mit Fokus auf qualitativ hochwertige, besicherte Finanzierungen in den Kernsegmenten Immobilien-, Lombard- und Spezialfinanzierungen.

Die Bilanzsumme belief sich zum Halbjahresstichtag auf EUR 314,62 Mio., das Eigenkapital (ohne Minderheiten) auf EUR 31,45 Mio.

Deutlicher Anstieg des Provisionsgeschäfts

Besonders erfreulich entwickelte sich das Provisionsgeschäft. Der Provisionsüberschuss erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um 21,5 % auf EUR 3,84 Mio. (1-6/2025: EUR 3,16 Mio.). Wachstumstreiber waren insbesondere höhere Erträge aus dem Asset Management, dem Vertrieb von Finanzprodukten sowie dem Wertpapier-, Depot- und Kreditgeschäft.

Das starke Kundengeschäft kompensierte dabei zum Teil die im Markt weiterhin zurückhaltende Aktivität bei Kapitalmarkttransaktionen, die hinter den ursprünglichen Erwartungen zurückblieben.


Immobiliengeschäft profitiert von Marktbelebung

Der österreichische Immobilienmarkt zeigte im ersten Halbjahr 2026 eine spürbare Erholung. Von dieser Entwicklung profitierte auch die Wiener Privatbank. Der Nettobeitrag aus dem Immobilienhandel stieg von EUR 0,57 Mio. auf EUR 1,81 Mio. und hat sich damit mehr als verdreifacht. Die Erträge aus dem Immobilienhandel erhöhten sich von EUR 1,56 Mio. auf EUR 6,55 Mio. und lieferten einen wesentlichen Beitrag zum Konzernergebnis.

Gleichzeitig konnte der Immobilienbestand durch erfolgreiche Verkäufe planmäßig von EUR 46,74 Mio. auf EUR 42,67 Mio. reduziert werden. Die zunehmende Nachfrage, verbesserte Finanzierungsbedingungen und eine wieder höhere Transaktionsaktivität sprechen für eine weitere Stabilisierung des Marktumfelds.

Strategischer Ausbau der Geschäftsfelder

Die Wiener Privatbank setzt ihre Strategie der Ertragsdiversifizierung konsequent fort. Im Fokus stehen der weitere Ausbau des internationalen Private Bankings, die Stärkung der Aktivitäten in den Kernmärkten CEE und CIS, die Erweiterung des Kreditgeschäfts sowie der Ausbau ausgewählter Spezialfinanzierungen mit attraktivem Risiko-Ertrags-Profil.

Darüber hinaus bleibt die Bank ein kompetenter Partner für kapitalmarktaffine Unternehmen bei Aktien- und Anleiheemissionen, Börselistings, Brokerage- und Custody-Dienstleistungen. Ergänzt wird das Angebot durch die Kernkompetenz im Asset Management sowie attraktive Immobilien- und Veranlagungslösungen für Privat- und institutionelle Kunden.

Ausblick

Für das zweite Halbjahr 2026 erwartet die Wiener Privatbank eine weitere Verbesserung der Ertragslage. Der fortschreitende Ausbau des Kreditgeschäfts, die zunehmende Stabilisierung des Immobilienmarktes sowie eine mögliche Belebung der Kapitalmarktaktivitäten sollen zusätzliche Wachstumsimpulse liefern. Gleichzeitig geht die Bank unverändert von einem anspruchsvollen Marktumfeld aus, das von geopolitischen Unsicherheiten und einer verhaltenen Konjunkturdynamik geprägt bleibt.

Mit ihrer starken Kapital- und Liquiditätsausstattung, dem erfolgreichen Ausbau des Kundengeschäfts sowie ihrem diversifizierten Geschäftsmodell sieht sich die Wiener Privatbank weiterhin sehr gut positioniert, um ihren Kunden auch künftig ein hochwertiges und wertschaffendes Leistungsangebot bereitzustellen.

(Ende)

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