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KFM Deutsche Mittelstand AG
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pta20221123021
Unternehmensmitteilung für den Kapitalmarkt

KFM Deutsche Mittelstand AG: "6,50%-hep global GmbH-Anleihe 21/26" wird weiterhin als "durchschnittlich attraktiv (positiver Ausblick)" eingeschätzt

KFM-Mittelstandsanleihen-Barometer (Update)


Düsseldorf (pta021/23.11.2022/15:00) - In ihrem aktuellen Barometer zu der 6,50%-Anleihe der hep global GmbH mit Laufzeit bis 2026 (WKN A3H3JV) kommt die KFM Deutsche Mittelstand AG zu dem Ergebnis, die Anleihe weiterhin als "durchschnittlich attraktiv (positiver Ausblick)" (3,5 von 5 möglichen Sternen) einzuschätzen.

Darstellung des Unternehmens anhand veröffentlichter, kostenlos und frei zugänglicher Informationen[1]

Branche: Erneuerbare Energien

Kerngeschäft: Entwicklung, Planung, Bau und Betrieb von Solarparks sowie Management von Alternativen Investmentfonds zu deren Finanzierung

Marktgebiet: Grundsätzlich weltweit, bisher fokussiert auf USA, Kanada, Japan, Deutschland

Tochter-Gesellschaften und deren Geschäftsmodelle:

Die hep global GmbH (Emittentin) ist Muttergesellschaft eines Konzerns mit 34 vollkonsolidierten Tochtergesellschaften (15 inländische, 19 ausländische). Sie verwaltet ihre Beteiligungen an anderen Unternehmen und führt deren Geschäfte. Die Tochtergesellschaften sind primär gebündelt in den beiden Geschäftsbereichen Service und Investments.

Dazu gibt es 43 Tochtergesellschaften, die aufgrund ihrer untergeordneten Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage nicht konsolidiert werden.

Die Emittentin hält Anteile von unter 1% an alternativen Investmentfonds und deren Tochtergesellschaften sowie an "Altfonds" (Fonds vor Inkrafttreten des Kapitalanlagegesetzbuches), die die HEP Kapitalverwaltung AG verwaltet. Diese Anteile werden weder konsolidiert noch at-equity einbezogen, da die Mehrheit der Chancen und Risiken bei wirtschaftlicher Betrachtungsweise nicht von dem Konzern getragen werden (Ausweis unter Beteiligungen in den Finanzanlagen).

Mitarbeiter: 108 im Jahresdurchschnitt 2021

Unternehmenssitz: Güglingen (Deutschland)

Gründung/Historie:

2009: Unternehmensgründung und Bau/Fertigstellung des ersten Solarparks des Unternehmens

2010: hep ist erster ausländischer Investor im Markt im Vereinigten Königreich Großbritannien

2011: Bau und Fertigstellung des ersten hep Solarparks in England

2013: Erschließung von Japan und Gründung einer Tochtergesellschaft mit einem Projektentwicklungsteam

2014: Gründung der hep energy GmbH und Platzierung des ersten japanischen Solarprojekts

2016: Platzierung des ersten Publikums-Alternativen Investmentfonds nach neuer Gesetzgebung

2018: Zulassung als Kapitalverwaltungsgesellschaft nach KAGB und Gründung der HEP Kapitalverwaltung AG

2019: Eröffnung eines weiteren Standorts in Japan

2020: Übernahme eines Projektentwicklers und einer Mehrheitsbeteiligung an Solarunternehmen in den USA

Bisher hat das Unternehmen weltweit Projekte mit 1.310 MWp entwickelt, 5.300 MWp gesicherte Projekte in der Pipeline und 23 Parks in eigenem Betrieb. Das verwaltete Vermögen beträgt rd. 300.000 TEUR.

Geschäftsmodell/Produkte/Dienstleistungen:

Der Konzern ist auf dem Gebiet von Projektentwicklung, Planung, Bau und Betrieb von Solarparks (Photovoltaik-Großanlagen) sowie des Managements von Alternativen Investmentfonds (AIF), die zur Finanzierung dieser Tätigkeiten im Zusammenhang mit Solarparks aufgelegt werden, tätig. Die Photovoltaik-Großanlagen haben eine Kapazität von rund 1.300 Megawatt Peak.

Die geschäftlichen Aktivitäten werden vor allem in die beiden Bereiche Service (Projektentwicklung, Planung/Beschaffung/Erstellung, Betrieb & Instanthaltung) und Investments (Konzeption und Management alternativer Investmentfonds für institutionelle und private Anleger, die in die jeweilige Phase des Solarprojektes investieren) gegliedert.

Von dem Unternehmenssitz aus werden sämtliche Projekte weltweit konzipiert, geplant, überwacht und gesteuert. Mit einem digitalen Monitoring-System hat das Unternehmen alle Parks weltweit live im Blick.

Die hep bietet verschiedene Produkte an: Solarparks (weltweit) , yolar (Kunden stellen eine Fläche von mind. 1.500 qm zur Verfügung und nennen deren Stromverbrauch (> 100.000 kwh), hep verpachtet die Solaranlage inkl. Service für 15 Jahre an diese Kunden, die diese Anlagen für ihr Image etc. nutzen können und übergibt die Anlage nach der Laufzeit an den Kunden), custom (hep betreibt Solarparks auf Freiflächen/Dächern, die hep zur Verfügung gestellt werden), Flächeneigentümer (verpachten deren Fläche oder Grundstücke ab ca. 4 Hektar gegen eine langfristige Pacht an hep und Übernahme der Flächenpflege durch hep).

Zur Finanzierung legt hep regelmäßig Fonds für Privatanleger (Publikums-Alternativer Investments-Fonds, AIF) und professionelle Anleger (Spezial-AIF, über die sich institutionelle Investoren mit mind. 250 TEUR an Photovoltaik-Großanlagen beteiligen können) auf.

Strategie:

Der Konzern betreibt Solarparks weltweit an politisch stabilen und wirtschaftlich attraktiven Standorten. Ein ausgeprägter Länderfokus auf drei der vier weltweit größten Solarmärkte garantiert hohe Expertise bereits in der Projektentwicklung. Zur Stärkung und dem Ausbau der Marktposition, plant der Konzern, seine Projekt-Pipeline konsequent zu realisieren. Darüber hinaus soll das operative Geschäft strategisch erweitert werden. Die in 2021 begebene Anleihe ist ein Element zur Umsetzung dieser Strategie.

Mit neuen Produkten soll der Anlegerkreis in signifikantem Ausmaß um Institutionelle erweitert werden.

Kunden: nahezu ausschließlich hep-Fondsgesellschaften, Investoren: Retail und zunehmend auch Institutionelle.

Lieferanten: die Sonne in Form von Sonnenenergie, Hersteller von Solartechnik

Entwicklung 2019 bis einschließlich 2021

Nach der Erstkonsolidierung in 2019 (Umsatz 14.363 TEUR, Ergebnis nach Steuern 470 TEUR) hat der Konzern in 2020 aus einem Umsatz von 52.857 TEUR, wegen höheren Aufwendungen für den Strukturaufbau (vor allem Material- und Personalaufwendungen), ein Ergebnis nach Steuern von -4.206 TEUR generiert. Dies führte erstmalig zu einem negativen Eigenkapital (-4.109 TEUR, EK-Quote -9,7%).

In 2021 hat sich der Wachstumstrend aus den Vorjahren fortgesetzt. Der Konzern hat aus einem Umsatz von 65.277 TEUR ein Ergebnis nach Steuern von 1.979 TEUR generiert. Der Umsatz wurde mit 81,5% vor allem im Bereich Services (und dort vor allem mit Projektentwicklung von Solarparks 46.382 TEUR) erwirtschaftet. Auf den Bereich Investments entfielen 18,5% (12.061 TEUR). Geografisch wurde der Umsatz im Bereich Services zu 83,0% in den USA, zu 15,4% in Deutschland und zu 1,6% in Großbritannien/Japan erwirtschaftet. Der Umsatz im Bereich Investments wurde zu 100,0% in Deutschland erwirtschaftet.

Die Bilanzsumme hat sich um 18.493 TEUR auf 60.821 TEUR erhöht. Auf der Passivseite vor allem durch Anleihen (+22.600 TEUR) und Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistung (+3.227 TEUR) während die Verbindlichkeiten gegenüber Beteiligungen (-5.499 TEUR) abgenommen haben. Es bestehen Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern von 3.248 TEUR, die zu 3.213 TEUR mit Rangrücktritten versehen sind. Da eine Belassung der Darlehen im Konzern bis zum Erreichen einer bestimmten Eigenkapitalhöhe zugesichert wurde, können sie angabegemäß aus wirtschaftlicher Sicht als mittelfristig verfügbares Eigenkapital betrachtet werden. Die Aktivseite hat sich vor allem durch den Cashbestand (+11.207 TEUR auf 14.186 TEUR) und Finanzanlagen (+2.355 TEUR) erhöht. Durch den Jahresüberschuss (1.979 TEUR) und den Währungsausgleichsposten (1.000 TEUR) konnte der nicht durch Eigenkapital gedeckte Fehlbetrag auf -1.069 TEUR reduziert werden. Aufgrund dieser positiven Entwicklung und positiver Ergebnis- und Liquiditätsplanungen für die Folgejahre ging die Geschäftsführung von der Zahlungsfähigkeit und damit von der Fortführung der Konzerntätigkeit aus.

Der Konzern verfügte in Japan, Kanada und den USA in insgesamt 33 Projekten über einen Auftragsbestand von 870 MWp, die in 2023 und 2024 umgesetzt werden sollen. Die Ertragslage des Konzerns war angabegemäß zufriedenstellend, die Vermögens- und Finanzlage wurde vor dem Hintergrund des Konzernwachstums als stabil angesehen. Die Fähigkeit des Konzerns, seine Zahlungsverpflichtungen zu erfüllen, war durchweg gegeben.

Entwicklung 2022 und Ausblick

Im ersten Halbjahr hat der Konzern (aufgrund des niedrigen Umsatzniveaus im wichtigen US-Markt) einen verhältnismäßig niedrigen Umsatz von 19.623 TEUR erwirtschaftet und daraus ein Ergebnis nach Steuern von

-4.470 TEUR generiert. Der Umsatz entfiel zu 78,5% auf den Bereich Services, zu 21,5% auf den Bereich Investments und wurde geografisch vor allem in den USA, Deutschland und Japan im Bereich Services erwirtschaftet. Im Bereich Investments (ausschließlich in Deutschland aktiv) verlief das Neugeschäft positiv. Für die beiden Fonds (Publikums-AIF und Spezial-AIF) konnte jeweils neues Kapital eingeworben werden.

Durch den Verlust (-4.470 TEUR) und die Veränderung des Währungsausgleichsposten (600 TEUR) veränderte sich das negative Eigenkapital (4.117 TEUR, EK-Quote -6,4%) im Vergleich zum Bilanzstichtag. Der Cashbestand lag bei 7.152 TEUR. Die Verbindlichkeiten bestanden neben den Anleihegläubigern (25.000 TEUR) vor allem gegenüber Unternehmen mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht (15.077 TEUR), Kreditinstituten (7.058 TEUR) sowie Lieferanten (5.254 TEUR), haben eine Laufzeit bis 5 Jahre und sind unbesichert.

Für das gesamte Geschäftsjahr 2022 wird ein Umsatzwachstum auf rund 90.000 – 100.000 TEUR prognostiziert. Die erwartete Umsatzsteigerung im zweiten Halbjahr basiert im Bereich Services u.a. auf der bereits erfolgten/noch erwarteten Fertigstellung von Solarparks (USA) sowie Projektentwicklungsleistungen (USA, Japan), die den Umsatz auf rd. 30.000 TEUR wachsen lassen sollen. Im Bereich Investments soll ein weiterer Publikums-AIF, eine neue Produktreihe (Investitionsziel deutsche Dachanlagen) sowie ein Nachfolger für einen Spezial AIF Fonds konzipiert und emittiert werden. Die Planung sieht einen weiteren Anstieg der Assets under Management von 20-40 Prozent vor, was zusammen voraussichtlich einen Umsatz von rd. 10.000 TEUR ergeben sollte. Gleichzeitig stärkt der Konzern die interne Organisation durch den gezielten Aufbau von Prozessen und Strukturen, um die Umsetzung des Wachstumspotentials sicherzustellen.

Die Corona-Pandemie hat angabegemäß nur geringe Auswirkungen auf den Konzern. Der Ukraine-Krieg jedoch sorgt für einschneidende Auswirkungen auf die Energiearchitektur für Europa mit globalen Abstrahlwirkungen. Die zukünftige Geschäftsentwicklung wird u.a. von Störungen der Lieferketten, abnehmenden Investitionen durch höhere Zinsen und die allgemeine Inflation (außer bei fossilen Energieträgern) beeinflusst.

Quick-Check Nachhaltigkeit durch imug rating[2]

Der Nachhaltigkeitsbeitrag der hep global GmbH wird insgesamt als exzellent eingeschätzt. Das Unternehmen verstößt nicht gegen die von der KFM Deutsche Mittelstand AG definierten Ausschlusskriterien. Die hep global GmbH erzielt im Bereich "Erneuerbare Energie" mit Photovoltaik-Projekten eine positive Nachhaltigkeitswirkung. Der Umsatzanteil beträgt 100 Prozent. Das Unternehmen setzt ESG-Aspekte systematisch um und belegt, dass die Berücksichtigung von Nachhaltigkeitsaspekten einen hohen Stellenwert einnimmt.

[1] Quellen: veröffentlichte Geschäftsberichte, Website der Emittentin und Pressemitteilungen

[2] Die von imug rating erstellte Nachhaltigkeitseinschätzung ergänzt das KFM-Scoring um ESG-Aspekte und ermöglicht einen Überblick zum grundlegenden Nachhaltigkeitsengagement des Emittenten. Die Nachhaltigkeitseinschätzung erfüllt nicht die Funktion eines dezidierten Nachhaltigkeitsratings oder eines fundierten Gutachtens zur Mittelverwendung (SPO) einer grünen, sozialen oder nachhaltigen Anleihe und darf als solche/s nicht verwendet werden.*

KFM-Mittelstandsanleihen-Barometer (Update) (Ende)
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