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pta20220621018
Unternehmensmitteilung für den Kapitalmarkt

KFM Deutsche Mittelstand AG: 7,00%-ACTAQUA AG-Anleihe 20/25 wird als "attraktiv" (4 von 5 möglichen Sternen) eingeschätzt

KFM-Mittelstandsanleihen-Barometer (Update)


Düsseldorf (pta018/21.06.2022/13:30) - In ihrem aktuellen Barometer zu der 7,00 %-Anleihe der ACTAQUA AG mit Laufzeit bis 2025 (WKN A3H2TU) kommt die KFM Deutsche Mittelstand AG zu dem Ergebnis, die Anleihe als "attraktiv" (4 von 5 möglichen Sternen) einzuschätzen.

Darstellung des Unternehmens anhand veröffentlichter, kostenlos und frei zugänglicher Informationen[1]

Branche: Gebäudetechnik

Kerngeschäft: Digitalisierung von Gebäudetechnik

Marktgebiet: Deutschland

Tochter-Gesellschaften und deren Geschäftsmodelle:

Die PAUL GmbH ist eine 100%ige Tochter der ACTAQUA AG mit Sitz in Mannheim. In ihr werden im Wesentlichen die Vertriebs- und Marketingaktivitäten der ACTAQUA-Gruppe personell und sachlich gebündelt.

Zudem besteht die PAUL Service GmbH, die bis Ende 2021 noch nicht wirtschaftlich aktiv war. Im Geschäftsjahr 2022 soll sie mit dem Aufbau eines gruppeneigenen Fieldservices im Installations- und Handwerksbereich, sowie der Bündelung der Energieberatungstätigkeiten betraut werden.

Die im Jahr 2022 gegründete ACTAQUA Nürnberg GmbH, in der einzelne Mitarbeiter und Betriebsvermögen eines mittlerweile insolventen lokalen IoT[2] Unternehmens für die eigene Forschung & Entwicklung angesiedelt wurden.

Daneben wurde ebenfalls im Geschäftsjahr 2021 eine Schweizer Gesellschaft, die Property-X AG, gegründet, in der im Jahr 2022 die gruppenweiten Forschungs- & Entwicklungs-Aktivitäten samt IP-Verwaltung gebündelt werden sollen.

Mitarbeiter: 32 (Durchschnitt in 2021)

Unternehmenssitz: Mannheim

Gründung/Historie:

Gründung in 2017 als ACTAQUA GmbH, formwechselnde Umwandlung zur ACTAQUA AG in März 2022

Geschäftsmodell/Produkte/Dienstleistungen:

Die ACTAQUA AG ist ein Hersteller von Sensorik und Aktorik für die Haustechnik von Wohn-. Büro-, Hotel- und sonstigen Immobilien. Sie beschäftigt sich seit 2017 mit der Digitalisierung von Gebäudetechnik. Ziel ist die signifikante Senkung von Energieverbrauch und CO₂-Ausstoß, die Reduktion von Verwaltungsaufwand und die Verbesserung der Trinkwasserhygiene, der Wirtschaftlichkeit und der Wohnqualität von Immobilien.

Dazu wurde das System PAUL (Permanent Analytic Use Log) entwickelt. Dieses System besteht aus patentierten Motorkugelventilen mit variabler Öffnung und Sensoren für Temperatur, Durchfluss und Differenzdruck als zentrale Elemente der Anlage. Die Ventile sind an allen Steigrohren sowie an zusätzlichen Temperatursensoren am Heizungsvor- und -rücklauf dem Warmwasserauslass, sowie dem Zirkulationsrücklauf angebracht. Die Sensoren übermitteln permanent Daten über Temperatur, Durchfluss und Differenzdruck an den Algorithmus der Steuereinheit. Aufgrund der übermittelten Daten programmiert der Algotithmus die Steuerparameter und somit die Ventilstellungen derart, dass eine optimale Temperatur und Durchflussmenge gewährleistet ist. Bakterielle Ablagerungen, Rost und andere Partikel werden durch das patentierte Spülverfahren aus dem Kreislauf entfernt. Durch die Anbindung der lokalen Algorithmen an die Cloud-Plattform können die Werte jeder Heiz- und Trinkwasseranlage (TWA) mit Erfahrungswerten aus anderen Anlagen verglichen und optimiert werden. Es entsteht ein sich verbesserndes Gesamtsystem, ein neuronales Netzwerk aller PAUL Gebäude.

Das Produkt wird stets als Servicebündel, ohne Anfangsinvestition verkauft und mit den Kunden grundsätzlich ein zehnjähriger Wartungsvertrag abgeschlossen.

Mitbewerber/Alleinstellungsmerkmal/Besonderheit:

Heiz- und Trinkwasseranlagen brauchen Energie zum Erwärmen und zum Transport des Wassers. Mit herkömmlicher Technik pendelt die Temperatur ständig zwischen zu hoch und zu niedrigem Ausschlag. Dies ist auf Dauer nicht effizient. Zudem benötigt die Heizungs-, Speicherlade und Zirkulationspumpe mehr Energie, wenn die Hydraulik nicht funktional ist.

Die Lösung ist ein permanenter, in Echtzeit durchgeführter, hydraulischer Abgleich. Aufgrund der richtigen Fließgeschwindigkeit wird die Wärmeabgabe an das umgebende Mauerwerk minimiert und verbleibt im Leitungsnetz. Das in den Speicher und Kessel zurückfließende Wasser hat die richtige Temperatur und muss daher nicht auf einer eigentlich zu hohen Temperatur gehalten werden. Das spart insgesamt bis zu 40% Energiekosten und CO₂-Emissionen. Das ist auch der Grund, weshalb PAUL gefördert wird.

Häufig haben Energiesparmaßnahmen unerwünschte Nebenwirkungen. Von einfachen Komforteinbußen bis hin zu Schimmelbildung. Dies kann mit dem System PAUL vermieden werden. Denn dadurch steigt der Warmwasserkomfort und Keime bilden sich nicht.

Ein weiterer Aspekt ist, dass wenn alte Technik durch neue ersetzt wird, braucht das viel Energie. PAUL dagegen ist minimalinvasiv im Einbau und kann energieintensive Sanierungen vermeiden. Daher ist das Kosten-Nutzen-Verhältnis von PAUL oft besser als das von anderen Maßnahmen, die ausschließlich auf Energiesparen zielen.

Strategie:

Der Schwerpunkt der geschäftlichen Aktivitäten liegt derzeit auf Wohnimmobilien in Deutschland und soll sukzessive auf das europäische Ausland wie auch auf die anderen Gebäudearten ausgeweitet werden. Alle Produktlösungen werden derzeit für Ein- und Zweifamilienhäuser weiterentwickelt. Ebenso sollen solwohl Vertriebspartner aus auch Drittsysteme anderer Hersteller an die PAUL-Cloud als Plattform angebunden werden.

Zukünftig sollen zudem weitere komplette Trinkwasseranlagen von Kunden erworben, revitalisiert und im Anschluss als Service für mindestens 30 Jahre betrieben werden.

Kunden:

Immobilienbesitzer und-verwalter wie z.B. Grand City Properties, ADLER GROUP oder Deka Immobilien Invest und Wohnungseigentümergemeinschaften

Lieferanten:

Im Rahmen der Herstellung der PAUL-Steuereinheit verwendet die ACTAQUA eine kleine Anzahl von Komponenten(-gruppen), die von externen Lieferanten zur anschließenden manuellen Fertigung der PAUL Ventile und der PAUL-Steuereinheit durch die ACTAQUA zugekauft werden.

Markt / Branche

Der Trend zu der Digitalisierung der Gebäudeinfrastruktur setzt sich weiter fort. In vielen Immobilien mit Investitionsstau lässt dieser die Betreiber weiter nach Lösungen suchen, die den wirtschaftlichen Betrieb des jeweiligen Objektes ermöglichen, ohne dass kapitalintensive Investitionsmaßnahmen durchgeführt werden müssen. Zudem erhöhen die Gesundheitsämter den Druck auf die Betreiber von Wohngebäuden bei bestehenden Kontaminationen der Trinkwasseranlagen durch Bakterien, diese durch geeignete Maßnahmen zu beseitigen. Weiter ist davon auszugehen, dass auch die anhaltende Energiekrise viele Immobilienbesitzer dazu bewegen wird, den Energieverbrauch von Heizsystemen zu überprüfen bzw. nach Einsparpotential zu suchen.

[1] Quellen: veröffentlichte Jahresabschlüsse der Jahre 2019 bis 2021, Website des Emittenten, Pressemitteilungen

[2] IoT: Internet of Things (Vernetzung von physischen Objekten/Geräten, Sensoren und Software über das Internet)

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