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Rosenbauer International AG
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19.02.2021 - 07:00 | Rosenbauer International AG
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pta20210409007
Unternehmensmitteilung für den Kapitalmarkt

Rosenbauer International AG: Rosenbauer Konzern knackt 2020 erfolgreich die 1-Milliarde-Euro-Grenze


Leonding (pta007/09.04.2021/07:00) - * Konzernumsatz erhöht sich um 6,8 % auf 1.044,2 Mio Eur, EBIT steigt auf 57,9 Mio Eur
* Vor allem der Mittlere Osten, Zentral- und Osteuropa sowie Nordamerika tragen mit mehr Auslieferungen zur Geschäftsausweitung bei
* Auftragseingang mit 1.007,7 Mio Eur sehr solide, Auftragsbestand in der Größenordnung eines Konzernjahresumsatzes
* Operativer Cashflow dreht ins Positive und erreicht mit 96,4 Mio Eur neuen Höchststand
* Dividendenvorschlag von 1,50 Eur pro Aktie trägt der sehr guten Unternehmensentwicklung und den verbesserten Finanzkennzahlen Rechnung

KONZERNKENNZAHLEN 2019 2020 Vdg
Umsatzerlöse Mio Eur 978,1 1.044,2 +6,8 %
EBIT Mio Eur 51,9 57,9 +11,6 %
Periodenergebnis Mio Eur 34,6 41,1 +18,7 %
Cashflow aus der operativen Tätigkeit Mio Eur -26,6 96,4 +462,4 %
Eigenkapital in % der Bilanzsumme 25,9 % 31,6 % -
Gewinn je Aktie Eur 3,7 4,3 +16,2 %
Dividende (Vorschlag an die HV) Eur/Aktie 0,80 1,50 -
Mitarbeiterstand zum 31. Dezember 3.828 3.984 +4,1 %
Auftragsbestand zum 31. Dezember Mio Eur 1.149,5 1.072,1 -6,7 %

Der Rosenbauer Konzern hat 2020 in einem konjunkturell rückläufigen Umfeld sein Geschäft weiter ausgebaut und die 1-Milliarde-Euro-Grenze geknackt. Der Umsatz lag demnach trotz maßgeblicher Einschränkungen durch die COVID-19 Pandemie mit 1.044,2 Mio Eur um 6,8 % über dem Wert der Vergleichsperiode (2019: 978,1 Mio Eur). Das EBIT erreichte dank des höheren Volumens und niedrigerer betrieblicher Aufwendungen mit 57,9 Mio Eur (2019: 51,9 Mio Eur) ebenfalls eine historische Rekordmarke. Die EBIT-Marge belief sich auf 5,5 % (2019: 5,3 %). Durch die Bemühungen zur Reduktion des betriebsnotwendigen Kapitals konnte zudem der Bestand an fertigen und unfertigen Erzeugnissen deutlich gesenkt werden.

Umsatz- und Ertragslage
Die globale Feuerwehrbranche hat sich im abgelaufenen Jahr behauptet und ist voraussichtlich sogar leicht gewachsen. Die größten Absatzregionen sind Europa, Nordamerika und Asien, die wichtigsten Einzelmärkte sind die USA, Deutschland und China. Der Mittlere Osten konnte durch die Stabilisierung des Ölpreises und die politische Entspannung in der Region zuletzt eine schrittweise Erholung verzeichnen.

Vor diesem Hintergrund hat der Rosenbauer Konzern sein Wachstum fortgesetzt und den Umsatz noch einmal deutlich erhöht. Insbesondere der Mittlere Osten, Zentral- und Osteuropa sowie Nordamerika verzeichneten höhere Auslieferungen. Das Asien-Geschäft war hingegen wegen der COVID-19 Pandemie, die in der Region ihren Ursprung hat, und des Stillstands im größten Einzelmarkt China rückläufig.

Das EBIT lag 2020 mit 57,9 Mio Eur klar über dem Vorjahr (2019: 51,9 Mio Eur). Der größte Teil davon, nämlich 32,5 Mio Eur, wurde im vierten Quartal erwirtschaftet. Die deutliche Ergebnisverbesserung ist dabei vor allem auf das gestiegene Umsatzvolumen und die niedrigeren betrieblichen Aufwendungen zurückzuführen.

Das Finanzergebnis betrug 2020 -6,4 Mio Eur und lag damit auf dem Niveau des Vorjahres (2019: -6,3 Mio Eur). Dabei konnten im Berichtsjahr niedrigere Anteile von Gemeinschaftsunternehmen durch ebenfalls niedrigere Zinsaufwendungen kompensiert werden. Das Ergebnis vor Ertragssteuern (EBT) betrug 51,5 Mio Eur (2019: 45,5 Mio Eur).

Der Auftragseingang belief sich 2020 auf 1.007,7 Mio Eur (2019: 1.073,0 Mio Eur). Zugelegt haben insbesondere die Bestellungen in den Areas CEEU und NOMA, während sie in der Area MENA in etwa gleichblieben und in den Areas NISA und APAC rückläufig waren. Vor allem zum Ende des vierten Quartals erhöhte sich die Dynamik des Auftragseinganges. So konnte etwa vom deutschen Bundesland Mecklenburg-Vorpommern eine Bestellung über 265 Tragkraftspritzenfahrzeuge und vom spanischen Flughafenbetreiber Aena eine Order über 22 PANTHER entgegengenommen werden. Der Auftragsbestand lag mit 1.072,1 Mio Eur zum 31. Dezember 2020 (2019: 1.149,5 Mio Eur) auf dem Niveau des Konzernjahresumsatzes.

Finanz- und Vermögenslage
Die finanzielle Situation des Rosenbauer Konzerns präsentiert sich weiterhin solide. Die Bilanzsumme reduzierte sich gegenüber dem Vorjahr und betrug zum 31.Dezember 2020 909,5 Mio Eur (2019: 977,5 Mio Eur).

Das langfristige Vermögen erhöhte sich geringfügig und belief sich zum Jahresende auf 235,8 Mio Eur (2019: 230,5 Mio Eur). Die Nutzungsrechte, die seit 2019 aufgrund von IFRS 16 "Leasingverhältnisse" ebenfalls im langfristigen Vermögen bilanziert werden, konnten dabei auf 32,2 Mio Eur (2019: 37,7 Mio Eur) gesenkt werden. Das kurzfristige Vermögen machte 673,7 Mio Eur (2019: 747,0 Mio Eur) aus.

Die Eigenmittel betrugen zum Jahresultimo 287,6 Mio Eur (2019: 253,4 Mio Eur), die Eigenmittelquote stieg auf 31,6 % (2019: 25,9 %).

Im Herbst 2020 hat Rosenbauer ein Projekt zur Optimierung des Cash Conversion Cycle gestartet, welches zum Ziel hat, das Trade Working Capital zu reduzieren. Das Projekt läuft bis Ende 2021, hat aber schon im Berichtsjahr erste positive Auswirkungen auf die Bilanzstruktur und den Cashflow aus operativer Tätigkeit gezeigt.

Das Trade Working Capital verbesserte sich zum Jahresultimo auf 421,1 Mio Eur (2019: 467,1 Mio Eur). Dieser Rückgang ist vor allem auf eine deutliche Reduktion der Vorräte zurückzuführen. So sanken die Vorräte auf 417,3 Mio Eur (2019: 475,5 Mio Eur). Der Nettogeldfluss aus der operativen Tätigkeit drehte 2020 ins Positive und erreichte mit 96,4 Mio Eur (2019: -26,6 Mio Eur) einen neuen Höchststand.

Die kurzfristigen verzinslichen Verbindlichkeiten reduzierten sich im Berichtsjahr von 140,1 Mio Eur auf 56,4 Mio Eur.

Die Nettoverschuldung sank auf 289,3 Mio Eur (2019: 342,5 Mio Eur), die Gearing Ratio verbesserte sich auf 100,6 % (2019: 135,1%).

Dividende
Der Rosenbauer Konzern verfolgt eine wachstumsorientierte und nachhaltige Dividendenpolitik, die der Unternehmensentwicklung entspricht. Angesichts des sehr soliden Jahresergebnisses 2020 und verbesserter Finanzkennzahlen schlagen der Vorstand und der Aufsichtsrat der Hauptversammlung eine Dividende in Höhe von 1,50 Eur (2019: 0,80 Eur) je Aktie vor. Das Ausschüttungsvolumen für 6,8 Millionen Stückaktien beträgt demzufolge 10,2 Mio Eur (2019: 5,4 Mio Eur). Dies entspricht auf Basis des Schlusskurses von 36,3 Eur einer Dividendenrendite von 4,1 % (2019: 2,0 %).

Ausblick
Die Nachfrage nach Feuerwehrtechnik hat sich in der zweiten Jahreshälfte 2020 erholt, sodass für heuer mit einer Seitwärtsbewegung der globalen Feuerwehrbranche gerechnet wird. Insbesondere Europa und der Mittlere Osten sollten ihr Marktwachstum fortsetzen können. Die Nachfragesituation in Nordamerika sollte sich stabilisieren, Asien nach einem deutlichen Rückgang im Vorjahr eine leichte Erholung verzeichnen. Neue Mutationen des SARS-CoV-2 Virus und die Impfstoffverteilung sorgen weiterhin für Unsicherheit.

Auf der Basis eines soliden Orderbuches erwartet der Vorstand für 2021 einen stabilen Umsatz und abermals eine EBIT-Marge im Bereich von 5 %. Mögliche Geschäftsstörungen durch die COVID-19 Pandemie lassen zum jetzigen Zeitpunkt eine genauere Vorhersage nicht zu.

Die Finanzkennzahlen des 4. Quartals 2020 im Detail:

in Mio. Eur Q4 2019 Q4 2020 Vdg
Umsatz 363,6 330,3 -9,2 %
Betriebsleistung 338,8 281,7 -16,8 %
EBIT 36,8 32,5 -11,7 %
EBIT-Marge 10,1 % 9,8 % -
EBT 35,7 29,8 -16,5 %
Periodenergebnis 25,7 23,8 -7,4 %
Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit 112,9 136,0 +20,5 %

(Ende)
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