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ptp20200710044 Forschung/Entwicklung, Bildung/Karriere

"AUFZEIGEN! Petitionen, Initiativen, NGOs"

Virtuelles Symposion aus Linz


Symposion
Symposion "AUFZEIGEN! Petitionen Initiativen NGOs" (© Kulturinstitut/JKU Linz)

Linz (ptp044/10.07.2020/18:00) - Das Symposion "AUFZEIGEN! Petitionen, Initiativen, NGOs" sollte an zwei Tagen (14. & 15.5.2020) in fünf Workshops an der Johannes Kepler Universität in Linz/Österreich stattfinden. Aufgrund des damaligen Veranstaltungsverbots findet nun - trotz erschwerter Arbeitsbedingungen vieler Referent/innen - das Symposion in virtueller Form statt. http://www.kulturinstitut.jku.at/symposion2020.html

Die Vorträge werden sukzessive geladen, zu einzelnen Workshops sind Skype- oder Video-Sessions geplant. Schreiben Sie Fragen, Kritik, Anregungen zu den Beiträgen und teilen Sie mit, wenn Sie zu Skype- bzw. Videodiskussionen der Beiträge eingeladen werden möchten. Kontakt: claus.harringer@jku.at

Zuschauen reicht nicht

Das Symposion "AUFZEIGEN! Petitionen, Initiativen, NGOs" stellt eine breite Palette an Initiativen vor, deren kleinster gemeinsamer Nenner ist, dass sie Ausdruck von selbstorganisiertem Handeln bzw. von Zivilcourage sind. Wir lassen Menschen zu Wort kommen, die sich mit bloßem Zuschauen nicht zufriedengeben. Die eingeladenen Initiativen unterscheiden sich nicht nur in der Ausrichtung ihrer Arbeit, sondern auch im Grad der Professionalisierung: Die Bandbreite umfasst international agierende NGOs ("Nicht-Regierungsorganisationen") wie Reporter ohne Grenzen und der Welthungerhilfe, Protestformen kritischer Kleinaktionär/innen, Sexual-Aufklärungsprogramme von Medizinstudent/innen bis hin zu Selbsthilfeorganisationen gegen Missstände in den Wissenschaften.

Es geht nicht um unkritische Selbstdarstellung, sondern gerade auch um die Probleme, die sich nicht selten im Spannungsfeld von programmatischem Anspruch und den pragmatischen Kompromissen des Alltags (Stichwort Finanzierung) ergeben. Ein kritisches Augenmerk wird dabei auf "Astroturfing" gelegt, das heißt dem Vortäuschen oder der massiven Beeinflussung von "Graswurzelinitiativen".

Aufklären

Daniela Giacomuzzi stellt in einem Video die Initiative "achtung.liebe" der "Austrian Medical Students' Association" vor. Diese Organisation betreibt medizinisch fundierte Sexualaufklärung an Schulen.

Claus Harringer klärt in seinem Audiobeitrag über "Astro-Turfing" auf, das heißt über Patient/innen-Initiativen, die heimlich von der Pharmaindustrie finanziert werden und oft als ihr Marketing-Tool fungieren.

Auch Marius Stelzmann befasst sich mit Aufklärung - er ist Mitglied der "Coordination gegen BAYER-Gefahren". Kritische Kleinaktionäre haben sich in dieser Bürger/innen-Initiative organisiert und können daher den Konzern auch von Innen heraus beobachten und kritisieren (in Grenzen).

Hilfe in Krisen und Katastrophen

Regina Tauschek spricht in ihrem Vortrag über die unterschiedlichen Erwartungen, mit denen NGOs konfrontiert werden. Regina Tauschek, gelernte und promovierte Soziologin aus Linz, verfügt über jahrzehntelange Erfahrungen als Mitarbeiterin in diversen globalen NGOs (UNICEF, OSZE, Welthungerhilfe) und war oft unter Lebensgefahr während Krisen und Katastrophen auf mehreren Kontinenten im Einsatz.

Eine lokale NGO mit globalem Anspruch stellt Martina Kainz vor: "Stimmen für Afrika" ist zwar in Niederösterreich angesiedelt, versucht aber, die soziale-, gesundheitliche- und Bildungssituation in Westafrika zu verbessern.

Für bessere Wissenschaft

Zwei Workshops sind informationsethischen und wissenschaftspolitischen Initiativen in den Wissenschaften gewidmet:

Datenbank-Fehler-Expertin Terje Tüür-Fröhlich diskutiert in einem Text die Transparenzforderungen von DORA (San Francisco Declaration on Research Assessment). Die Grundforderung dieser Deklaration: Wissenschaftliche Leistungen sollen nicht mehr vorrangig anhand von willkürlichen quantitativen Kennzahlen wie dem "Journal Impact Faktor" (JIF) bewertet werden.

Christian Cargnelli & Anton Tantner zeigen in ihrem Artikel, wie prekär die Arbeit an österreichischen Universitäten ist und was die "IG LektorInnen und WissensarbeiterInnen" fordert, um die Situation zu verbessern. Vor allem das Elend befristeter LektorInnen sollte nicht vergessen werden: Sie sind meist Opfer von Kettenvertragsregelungen - maximal 8 Jahre Lehrtätigkeit, dann müssen sie die Universität für immer verlassen, ganz egal, wie gut sie sind.

Beteiligen

Weitere Vorträge werden demnächst geladen, u.a. zu den Leistungen der Amateurastronomie und ihren Kampf gegen Lichtverschmutzung (Andreas Vogl) sowie zu informationsethischen Initativen, die sich gegen die Behinderung wissenschaftlicher Kommunikation vor allem per "Verleumdungsrecht" zur Wehr setzen. Ein kleiner Erfolg: Immerhin dürfen seit einiger Zeit in Großbritannien (dem "Mekka" des "Libel Law"-Klage-Tourismus) Vortragende auf wissenschaftlichen Tagungen nicht mehr verklagt werden, wenn sie Kritik äußern, zum Beispiel an wenig funktionstüchtigen Lügendetektoren (Gerhard Fröhlich).

Die Tagungsorganisatoren möchten Sie herzlich einladen, dieses Angebot zu nutzen und Fragen, Anregungen, Kommentare & Kritik zu übermitteln (claus.harringer@jku.at) und wünschen eine entspannte, aber spannende Auseinandersetzung!

Konzept und Organisation: Claus Harringer, Gerhard Fröhlich

Wissenschaftliche Leitung: a. Univ. Prof. Dr. Gerhard Fröhlich, E-Mail: Gerhard.Froehlich@jku.at

Veranstalter

Kulturinstitut an der Johannes Kepler Universität Linz (JKU) im Rahmen des Schwerpunkt-programmes "40 Jahre Kulturinstitut, 40 Jahre Wunscherfüllungs-Institution", gefördert vom Land Oberösterreich und der Landeshauptstadt Linz.

Dank an: Buchhandlung Fürstelberger/Linz, Oberbank, Institut für Kulturwirtschaft und Kulturforschung, AG Kulturphilosophie und Wissenschaftsforschung im Hochschulverband Informationswissenschaft (HI), Sektion Kulturtheorie und Kulturforschung der Österreichischen Gesellschaft für Soziologie (ÖGS), Österreichische Gesellschaft für Dokumentation und Information (ÖGDI), Fachausschuss Informationsethik und Wissenschaftsintegrität

Gefördert von der Österreichischen Gesellschaft für Politische Bildung und dem Verband der wissenschaftlichen Gesellschaften Österreichs (VWGÖ).

Links zu den Vorträgen: http://www.kulturinstitut.jku.at/symposion2020.html

(Ende)
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