pte20200514017 Technologie/Digitalisierung, Medizin/Wellness

Amsterdam: Corona-Karte sichert Abstand

Wissenschaftler warnen Menschen mit "Social Distancing Dashboard" vor Engstellen


Distanzierungskarte des Amsterdamer Zentrums (Bild: tudelft.nl)
Distanzierungskarte des Amsterdamer Zentrums (Bild: tudelft.nl)

Delft/Amsterdam (pte017/14.05.2020/11:30) Forscher der Technischen Universität Delft http://tudelft.nl haben mit Kollegen des Amsterdam Institute for Advanced Metropolitan Solutions (AMS Institute) http://ams-institute.org das sogannte "Social Distancing Dashboard" entwickelt. Das ist eine Karte, die anzeigt, wo sich Menschen begegnen können, ohne die physische Distanzierung von 1,50 Metern zu unterschreiten.

Mehr Schutz für Risikogruppen

Die Karte bietet relevante Infos wie die Breite von Bürgersteigen und die Position von Haltestellen des öffentlichen Nahverkehrs, an denen es bei Andrang schwierig ist, Distanz zu wahren. Die dynamisch eingefärbten Karten sind frei zugänglich. Sie geben den politischen Entscheidungsträgern Informationen an die Hand, COVID-19-bezogene Veränderungen zu bewirken, etwa Wege zu sperren, weil sie so schmal sind, dass Menschen, die sich begegnen, nicht ausweichen können. Sie sollen auch Privatleuten, vor allem denen, die zu Risikogruppen gehören, Anhaltspunkte geben, wo sie sich gefahrlos bewegen können.

Das Entwickler-Team, geleitet von Achilleas Psyllidis, Assistenzprofessor am AMS Institute, fertigte zunächst eine Distanzkarte für die Metropole Amsterdam an, in der es häufig eng zugeht. Weitere Städte wie Rotterdam, Delft und Den Haag folgen. Die Forscher nutzten vorhandene Daten aus verschiedenen Quellen, die es ihnen ermöglichten, die jeweilige Breite der Wege und Straßen abzuschätzen. Sie erstellten praktisch ein Risikoprofil für Menschen, die in Amsterdam unterwegs sind, sodass sie Engstellen meiden können.

Viele rote Wege in Amsterdam

Die Mindestbreite der Gehwege, die gefahrlos genutzt werden können, wird mit 2,50 bis drei Metern angenommen. Schmalere Pfade sind rot eingefärbt. Das gilt für viele Wege im Zentrum Amsterdams. Dennoch sieht die Stadt die Karte als Chance. "Die Daten helfen uns, Maßnahmen zu entwickeln, um die physische Distanzierung sicherzustellen", sagt Ger Baron von der Amsterdamer Stadtverwaltung. "Außerdem können wir auf dieser Basis den öffentlichen Raum neu organisieren." Download der Karten hier: http://bit.ly/2Lor22j

(Ende)
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