Herford
(pta/07.04.2020/09:00 UTC+2)
Q1 2019/20
- Rücknahme der Prognose für das Geschäftsjahr 2019/20: durch die staatlich angeordneten Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie erhebliche Belastungen für die Umsatz- und Ergebnisentwicklung erwartet
- Konzernumsatz sinkt im Q1 2019/20 um 13,2 Prozent auf 51,2 Mio. EUR vor allem durch beendete Aktivitäten und zeitliche Verschiebungen der Jeans-Auslieferung
- Umsatzbedingter Rückgang des EBIT auf 1,5 Mio. EUR (-55 Prozent)*
- Maßnahmenpaket zur Effizienz- und Ertragssteigerung zeigt Wirkung: deutlich niedrigere betriebliche Aufwendungen (-10,1 Prozent)*
- Solide Finanzlage mit gestiegener Eigenkapitalquote von 58 Prozent (Vorjahr 54 Prozent) und kräftig gesunkener Finanzverschuldung (-43 Prozent)*
* alle Angaben dieser Pressemeldung vor Anwendung von IFRS 16 - Leasingbilanzierung (s. Schlussbemerkung)
Forecast 2019/20 zurückgenommen - durch Lockdown deutliche Belastungen für die Umsatz- und Ergebnisentwicklung erwartet
"Spätestens seit Mitte März steht die weltweite Wirtschaftslage unter besonderen Vorzeichen. Aufgrund der Coronavirus-Pandemie sind europaweit Einzelhandelsschließungen für Bekleidung verfügt worden. Wir erwarten daraus deutliche Belastungen, die Umsatz und Ergebnis im laufenden Geschäftsjahr verringern werden. Eine verlässliche Prognose für das Gesamtgeschäftsjahr 2019/20 ist zum jetzigen Zeitpunkt nicht möglich. In dieser schwierigen Situation kommt uns unsere solide Bilanzstruktur mit hoher Eigenkapitalquote zu Gute", sagt Dr. Stella A. Ahlers, Vorstandsvorsitzende der Ahlers AG. Das Unternehmen schöpft alle Möglichkeiten der Kostenreduzierung aus und hat umfangreiche liquiditätsstützende Maßnahmen eingeleitet. Für einen Großteil der Belegschaft wurde Kurzarbeit beantragt. Dies umfasst alle Unternehmensbereiche bis auf den eCommerce. Dr. Stella A. Ahlers dazu weiter: "Darüber hinaus überprüfen wir alle geplanten Investitionsmaßnahmen und stehen mit unseren Kunden, Lieferanten und Dienstleistern in engem Austausch, um den Herausforderungen der aktuellen Situation gemeinsam zu begegnen. Mit Normalisierung der Situation und Wiedereröffnung des Bekleidungseinzelhandels streben wir die schnellstmögliche Rückkehr zu dem ursprünglich geplanten Wachstumspfad an."
Q1 2019/20: Konzernumsatz maßgeblich geprägt durch beendete Aktivitäten und Verschiebungen in der Jeans-Auslieferung
Die Umsatzentwicklung des ersten Quartals 2019/20 wurde im Wesentlichen durch zwei Effekte beeinflusst. Die Beendigung des Geschäfts mit Pierre Cardin- und Pioneer-Damenhosen sowie mit Jupiter-Jacken führte zu einem planmäßigen Umsatzrückgang von insgesamt 3,2 Mio. EUR (-5,4 Prozent). Darüber hinaus konnten aufgrund von Verzögerungen in der Jeans-Auslieferung Aufträge nicht im abgelaufenen Quartal fakturiert werden. Diese Verschiebungen beliefen sich auf 3,3 Mio. EUR (-5,6 Prozent). Sobald der Einzelhandel seine Bekleidungsgeschäfte wieder öffnet, könnten die Waren ausgeliefert und die fehlenden Umsätze und Ergebnisbeiträge nachgeholt werden. Das übrige Geschäft konnte sich dem anhaltend rückläufigen Markttrend nicht entziehen und ging in den ersten drei Monaten 2019/20 leicht um 1,3 Mio. EUR (-2,2 Prozent) zurück. Zusammengenommen sank der Konzernumsatz um 7,8 Mio. EUR bzw. 13,2 Prozent auf 51,2 Mio. EUR.
Kräftiger Rückgang der betrieblichen Aufwendungen, Ergebnisminus vor allem durch verzögerte Jeansumsätze
In den ersten drei Monaten des Geschäftsjahres 2019/20 führte vor allem der niedrigere Umsatz zum Rohertragsrückgang von 4,6 Mio. EUR auf 26,3 Mio. EUR. Gleichzeitig entfaltete das im letzten Jahr beendete Maßnahmenpaket zur Ertrags- und Effizienzsteigerung weitere Wirkung. Die betrieblichen Aufwendungen bestehend aus Personalkosten, dem Saldo aus betrieblichen Aufwendungen und Erträgen sowie den Abschreibungen sanken um kräftige 2,8 Mio. EUR bzw. 10,1 Prozent auf 24,8 Mio. EUR. Der umsatzbedingte Rohertragsrückgang wurde jedoch nicht vollständig ausgeglichen. In den ersten drei Monaten des aktuellen Geschäftsjahres 2019/20 führten daher vor allem die fehlenden Jeans-Umsätze und deren Roherträge zum Rückgang des EBIT von 3,3 Mio. EUR auf 1,5 Mio. EUR
(-55 Prozent).
Gewohnt hohe Eigenkapitalquote und kräftig gesunkene Finanzverschuldung
Im Berichtszeitraum reduzierte sich das Net Working Capital (Saldo aus Vorräten, Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen) um 14,5 Mio. EUR bzw. 16,4 Prozent von 88,4 Mio. EUR auf 73,9 Mio. EUR. Dazu Dr. Karsten Kölsch, Finanzvorstand der Ahlers AG: "Die frei gewordene Liquidität wurde maßgeblich zur Tilgung von Finanzverbindlichkeiten genutzt." Die Nettofinanzverschuldung (Saldo aus lang- und kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten minus liquider Mittel) sank zwischen den Bilanzstichtagen von 34,2 Mio. EUR um kräftige 43 Prozent auf 19,5 Mio. EUR. Die Eigenkapitalquote lag am 29. Februar 2020 mit 57,7 Prozent auf gewohnt hohem Niveau und deutlich über dem Wert des Vorjahresstichtags (Vorjahr 54,3 Prozent).
Die Ahlers Konzernzahlen im Überblick:
inkl. IFRS 16 | vor IFRS 16 | vor IFRS 16 | ||||
Q1 2019/20 | Q1 2019/20 | Q1 2018/19 | Veränderung | |||
Umsatzerlöse | in Mio. EUR | 51,2 | 51,2 | 59,0 | -13,2% | |
EBIT | in Mio. EUR | 1,6 | 1,5 | 3,3 | -54,5% | |
Konzernergebnis | in Mio. EUR | 1,2 | 1,2 | 2,1 | -42,9% | |
Net Working Capital* | in Mio. EUR | 73,9 | 73,9 | 88,4 | -16,4% | |
Nettofinanzverschuldung | in Mio. EUR | 31,4 | 19,5 | 34,2 | -43,0% | |
Free Cashflow | in Mio. EUR | -7,2 | -7,2 | -8,0 | 10,0% | |
Eigenkapitalquote | in % | 53,6 | 57,7 | 54,3 | 3,4 PP | |
*Vorräte, Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen |
(Ende)
Aussender: |
Ahlers AG Elverdisser Straße 313 32052 Herford Deutschland |
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Tel.: | +49 5221 979-211 | |
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