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Ahlers AG
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06.04.2020 - 14:15 | SCHNIGGE Capital Markets SE
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pta20200227016
Unternehmensmitteilung für den Kapitalmarkt

Ahlers AG: Deutlich verbessertes Konzernergebnis im Geschäftsjahr 2018/19

Erfolgreiche finanzielle Konsolidierung mit halbierter Verschuldung


Herford (pta016/27.02.2020/12:00) - Abgeschlossenes Maßnahmenpaket zur Ertrags- und Effizienzsteigerung zeigt Wirkung: große Kosteneinsparungen und deutlich verbessertes Konzernergebnis im Geschäftsjahr 2018/19. Erfolgreiche finanzielle Konsolidierung mit halbierter Verschuldung. Sehr solide Bilanzstruktur mit einer Eigenkapitalquote von 57 Prozent. Im laufenden Geschäftsjahr Rückkehr in die Gewinnzone auf den Ergebnisebenen EBIT vor und nach Sondereffekten erwartet.

- Geschäftsentwicklung des 4. Quartals 2018/19 innerhalb der Erwartungen
- Umsatzentwicklung 2018/19 (-7,2 Prozent) geprägt durch beendete Aktivitäten und verhaltenes Anzug- und Jacken-Geschäft
- Konzernergebnis vor Ertragsteuer deutlich verbessert (+58 Prozent), jedoch im Übergangsjahr 2018/19 noch negativ (-3,0 Mio. EUR)
- Maßnahmenpaket zur Ertrags- und Effizienzsteigerung führt zur Senkung der betrieblichen Aufwendungen um 8,2 Prozent
- Kräftiger Zuwachs des Cashflows aus betrieblicher Tätigkeit
- Sehr solide, weiter verbesserte Bilanzstruktur mit kräftigem Anstieg der Eigenkapitalquote auf 57 Prozent (Vorjahr 53 Prozent), reduziertem Net Working Capital und halbierter Verschuldung.

"Wir haben unser Maßnahmenpaket zur Ertrags- und Effizienzsteigerung abgeschlossen. Dank spürbarer Kosteneinsparungen und effizienterer Prozesse ist es uns gelungen, das Ergebnis 2018/19 deutlich zu verbessern", sagt Dr. Stella Ahlers bei der Vorlage der Bilanz des Geschäftsjahres 2018/19. "Läuft alles weiterhin planmäßig, sollten wir im laufenden Geschäftsjahr auf den Ergebnisebenen EBIT vor und nach Sondereffekten in die Gewinnzone zurückkehren und damit die Transformationsphase des Vorjahres beenden."

Konzernumsatz geprägt durch beendete Aktivitäten und rückläufiges Geschäft mit Konfektion und Outdoor-Jacken
Im Geschäftsjahr 2018/19 wurde die Entwicklung des Konzernumsatzes vor allem durch zwei große Einflüsse geprägt. Die Beendigung des Geschäfts mit Jupiter-Jacken sowie mit Pierre Cardin- und Pioneer-Damenhosen führte zu einem erwarteten Umsatzrückgang von insgesamt 6,0 Mio. EUR. Darüber hinaus setzte sich der allgemeine Trend der Casualisierung auch im abgelaufenen Geschäftsjahr fort und sorgte erneut für rückläufige Verkäufe von Anzügen und Sakkos sowie Outdoor-Jacken (Umsatzeffekt -4,6 Mio. EUR). Das übrige Geschäft konnte sich dem anhaltend rückläufigen Markttrend nicht entziehen und ging um 5,5 Mio. EUR zurück. Zusammengenommen sank der Konzernumsatz im Geschäftsjahr 2018/19 um 16,1 Mio. EUR bzw. 7,2 Prozent auf 207,0 Mio. EUR.

Stabile Jeansumsätze von Baldessarini, Pierre Cardin und Pioneer
Stabil entwickelten sich die Umsätze mit Jeans und Hosen der Marken Baldessarini, Pioneer und Pierre Cardin (-0,4 Prozent).

eCommerce-Geschäft mit kräftigem Umsatzplus, eigene Einzelhandelsumsätze wachsen durch Ahlers RUS
Der eCommerce hat bei Ahlers hohe strategische Priorität. Im Geschäftsjahr 2018/19 hat der eCommerce ein kräftiges Plus von 12,7 Prozent erwirtschaftet. Zu dieser Entwicklung trugen mit 14,8 Prozent Wachstum vor allem die Umsätze auf Marktplätzen bei. Der Umsatz des eigenen stationären Einzelhandels legte im Geschäftsjahr 2018/19 um 3,0 Prozent zu. Maßgeblich dafür war die ganzjährige Einbeziehung des russischen Tochterunternehmens Ahlers RUS. Der Umsatzanteil des Retailgeschäfts am Gesamtumsatz stieg dadurch von 14,0 Prozent auf 15,4 Prozent.

Maßnahmenpaket zur Ertragssteigerung zeigt Wirkung - deutlich niedrigere betriebliche Aufwendungen
Im Verlauf des Geschäftsjahres entfaltete das Maßnahmenprogramm zur Ertrags- und Effizienzsteigerung zunehmend Wirkung. So ging der Personalaufwand im Berichtsjahr um spürbare 3,8 Mio. EUR bzw. 7,5 Prozent auf 46,9 Mio. EUR zurück (Vorjahr 50,7 Mio. EUR). Noch deutlicher sank der Saldo aus sonstigen betrieblichen Aufwendungen und Erträgen um 4,7 Mio. EUR bzw. 8,5 Prozent auf 50,7 Mio. EUR (Vorjahr 55,4 Mio. EUR). Zusammengenommen gingen die betrieblichen Aufwendungen vor Sondereffekten bestehend aus Personalkosten, dem Saldo aus sonstigen betrieblichen Aufwendungen und Erträgen sowie den ebenfalls niedrigeren Abschreibungen im Geschäftsjahr 2018/19 um kräftige 9,1 Mio. EUR bzw. 8,2 Prozent zurück. Der Rückgang der betrieblichen Aufwendungen glich den Umsatzeffekt auf den Rohertrag nahezu aus. Daher lag das EBIT vor Sondereffekten mit -2,4 Mio. EUR auf Vorjahreshöhe (-2,0 Mio. EUR).

Ausbleibende Sondereffekte führen zu spürbarer Ergebnisverbesserung
Die Sondereffekte waren 2019 per Saldo Null, weil Sonderaufwendungen und Sondererträge gleiche Größenordnungen hatten, während im Vorjahr für das Maßnahmenpaket zur Ertrags- und Effizienzsteigerung noch 4,4 Mio. EUR zurückgestellt wurden (-100 Prozent). Im Geschäftsjahr 2018/19 führte dies zu einem um 63 Prozent verbesserten EBIT nach Sondereffekten von -2,4 Mio. EUR (Vorjahr -6,4 Mio. EUR). Das Konzernergebnis vor Steuern wuchs um 4,1 Mio. EUR oder 57,7 Prozent auf -3,0 Mio. EUR (Vorjahr -7,1 Mio. EUR). Das Konzernergebnis nach Ertragsteuern stieg um 3,3 Mio. EUR oder 47,1 Prozent auf -3,7 Mio. EUR (Vorjahr -7,0 Mio. EUR).

Halbierte Netto-Finanzverbindlichkeiten, Zuwachs des Cashflows und auf 57 Prozent gestiegene Eigenkapitalquote
Der kräftige Rückgang des Net Working Capital um 12,8 Mio. EUR bzw. 16,5 Prozent (Saldo aus Vorräten, Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen) führte im Geschäftsjahr 2018/19 zu einer deutlich niedrigeren Finanzmittelbindung. Der Verkauf nicht betriebsnotwendiger Vermögenswerte setzte zusätzliche Liquidität frei, die zur Tilgung von Finanzverbindlichkeiten genutzt wurde. Die Nettofinanzverschuldung (Saldo aus lang- und kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten minus liquider Mittel) sank zwischen den Bilanzstichtagen um kräftige 15,9 Mio. EUR auf 12,5 Mio. EUR (Vorjahr 28,4 Mio. EUR) und halbierte sich damit. Die Eigenkapitalquote stieg auf 57,4 Prozent (Vorjahr 53,1 Prozent). Vor allem der Rückgang des Net Working Capital und das deutlich verbesserte Konzernergebnis sorgten für den Zuwachs des Cashflows aus betrieblicher Tätigkeit. Dieser lag mit 10,7 Mio. EUR 1,1 Mio. EUR über dem bereits sehr hohen Vorjahreswert von 9,6 Mio. EUR (+11,5 Prozent).

Wachstum der fortgeführten Aktivitäten im Geschäftsjahr 2019/20 erwartet
Die Umsätze der fortgeführten Aktivitäten dürften im unteren einstelligen Prozentbereich zulegen und auf das Gesamtgeschäftsjahr betrachtet den erwarteten Umsatzrückgang durch beendete Aktivitäten
(-8,7 Mio. EUR) weitgehend ausgleichen. Daher erwartet der Vorstand im gerade begonnenen Geschäftsjahr 2019/20 einen bestenfalls stabilen, eher aber leicht rückläufigen Konzernumsatz. Das Wachstum sollte überwiegend durch das Premium Segment mit den Marken Baldessarini, Pierre Cardin und Otto Kern getragen werden.

Deutlich gestiegenes Konzernergebnis 2019/20 mit positivem EBIT vor und nach Sondereffekten erwartet
Das Konzernergebnis des Geschäftsjahres 2019/20 sollte sich im Vergleich zu den beiden Vorjahreswerten weiter deutlich verbessern. "Das abgeschlossene Maßnahmenpaket zur Ertrags- und Effizienzsteigerung sollte zu deutlich gesunkenen Personalaufwendungen führen und auch der Saldo aus sonstigem betrieblichen Aufwand und Ertrag dürfte zurückgehen. Die betrieblichen Aufwendungen sollten daher kräftig sinken", sagt Finanzvorstand Dr. Karsten Kölsch. Sonderaufwendungen und
-erträge dürften sich im Geschäftsjahr 2019/20 weitgehend ausgleichen und weiterhin keine große Rolle spielen. Der Vorstand erwartet, auf den Ergebnisebenen EBIT vor und nach Sondereffekten in die Gewinnzone zurückzukehren und damit die Transformationsphase des Vorjahres zu beenden.

Die Ahlers Konzernzahlen im Überblick:

2018/19 2017/18 Veränderung
Umsatzerlöse in Mio. EUR 207,0 223,1 -7,2%
EBIT in Mio. EUR -2,4 -6,4 62,5%
Ergebnis vor Ertragsteuern in Mio. EUR -3,0 -7,1 57,7%
Konzernergebnis in Mio. EUR -3,7 -7,0 47,1%
Net Working Capital* in Mio. EUR 64,7 77,5 -16,5%
Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit in Mio. EUR 10,7 9,6 11,5%
Netto-Finanzverschuldung in Mio. EUR 12,5 28,4 -56,0%
Eigenkapitalquote in % 57,4 53,1 4,3 PP
Mitarbeiter (30.11.) 1.929 2.145 -10,1%
*Vorräte, Forderungen und Verbindlichkeiten
aus Lieferungen und Leistungen

(Ende)
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32052 Herford
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