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pts20200128017 Medizin/Wellness

Personalisiert, individuell, zielgerichtet: Maßgeschneiderte Therapiekonzepte bei Krebs

Heutige Pressekonferenz im Hörsaalzentrum des AKH Wien | MedUni Wien


Wien (pts017/28.01.2020/14:55) - Anlässlich des Weltkrebstages am 4. Februar 2020 luden der Verein "Leben mit Krebs", das AKH Wien, die MedUni Wien, das Comprehensive Cancer Center (CCC) der beiden Einrichtungen und das Vienna Cancer Center (VCC) in Kooperation mit der Österreichischen Krebshilfe heute um 10.30 Uhr zum Pressegespräch ins Hörsaalzentrum im AKH Wien | MedUni Wien.

Maßgeschneiderte Therapien für höhere Heilungs- und Überlebenschancen bei Krebs

Die Forschung hat in den letzten Jahren große Fortschritte erzielt - bei zahlreichen Krebsarten sind die Heilungschancen enorm gestiegen. Auch die Diagnosen können früher und schneller gestellt werden, so dass immer mehr Krebsdiagnosen zu chronischen Krankheiten und damit gut therapierbar werden. Daneben werden in Österreich weitere wichtige Akzente gesetzt, um KrebspatientInnen sowohl medizinisch und strukturell als auch im Sinne von Information und Aufklärung bestmöglich zu betreuen.

Auf der Pressekonferenz informierten Univ.-Prof. Dr. Dr.h.c. Christoph Zielinski, Univ.-Prof. Dr. Gabriela Kornek, Prim. Univ.-Prof. Dr. Paul Sevelda und Prim. Univ.-Prof. Dr. Klaus Geissler über Neuigkeiten zu innovativen Behandlungsmöglichkeiten und Maßnahmen, um Patientinnen und Patienten auf ihrem Weg zur Genesung zu unterstützen.

Vernetzung zum Wohle der PatientInnen

Das Vienna Cancer Center (VCC) stellt eine Vernetzung der onkologischen Spitalsabteilungen in Wien dar. "Zentrales Ziel dieser ExpertInnenplattform ist es, die wohnortnahe Versorgung der Wiener KrebspatientInnen auf höchstem medizinischem Niveau sicherzustellen", berichtet Univ.-Prof. Dr. Dr.h.c. Christoph Zielinski, Leiter des Vienna Cancer Centers. Zu diesem Zwecke widmet sich das VCC aktuell verschiedenen Arbeitsschwerpunkten. Beispielsweise ist geplant, mit sogenannten Standard Operation Procedures (SOPs) die Diagnose- und Behandlungsentscheidungen in den beteiligten Krebszentren auf Basis aktueller wissenschaftlicher Erkenntnisse und genauer Indikationsstellung zu vereinheitlichen. Damit soll gewährleistet werden, dass Patientinnen in jeder onkologischen Abteilung Wiens die gleiche Versorgung bekommen.

Für einen möglichst unkomplizierten und hürdenfreien Zugang zu den Partnern des VCC werden PatientInnen, Familienangehörige sowie zuweisende ÄrztInnen auf der Website des VCC http://www.vienna-cancer-center.at ab etwa April 2020 ein elektronisches Termin-Instrument finden. Es unterstützt dabei, rasch und unbürokratisch zu einer kompetenten wohnortnahen Einrichtung des VCC für ein erstes Gespräch mit einer Krebsexpertin bzw. einem KrebsExpertInnen zu gelangen.

Durch den Aufbau eines VCC-Studienbüros soll die Durchführung gemeinsamer klinischer Studien erleichtert werden, beispielsweise durch eine raschere Rekrutierung von PatientInnen. Das VCC kann somit von Forschungspartnern als zentrale Anlaufstelle für große, multizentrische Studien genutzt werden. Die Teilnahme an internationalen Studien ermöglicht PatientInnen den Zugang zu neuesten Therapien und fördert insgesamt die Entwicklung der heimischen Forschung.

Medizinische Fortschritte am Beispiel Hämatologie

Ein Beispiel für ein onkologisches Fachgebiet, in dem besonders markante Fortschritte erzielt werden konnten, ist die Hämatoonkologie, insbesondere die Behandlung von Leukämien und Lymphomen. "Bei manchen Leukämieformen haben sich unsere Behandlungsmöglichkeiten um ein Vielfaches verbessert", erklärt Prim. Univ.-Prof. Dr. Klaus Geissler, Vorstand der 5. Medizinischen Abteilung mit Onkologie, mit Tagesklinik, mit Palliativstation und Ambulanz, Krankenhaus Hietzing mit Neurologischem Zentrum Rosenhügel.

So wurde etwa das Behandlungsspektrum für akute myeloische Leukämie (AML) durch Medikamente erweitert, mit denen pathogenetisch relevante Strukturen von Leukämiezellen zielgerichtet beeinflusst werden können. Ein Beispiel dafür sind AML-PatientInnen mit einer molekularen Veränderung in einem Protein (FLT3), das für das Zellwachstum verantwortlich ist. Zur Hemmung von FLT3 wurden ein sogenannter Tyrosinkinase-Inhibitor (TKI) entwickelt: Midostaurin. Eine weitere Zielstruktur ist das Enzym Isozitratdehydrogenase, welches für die Inaktivierung wichtiger Gene verantwortlich ist. Die Substanz Ivosidenib hemmt dieses Enzym. Dadurch können Leukämiezellen dazu befähigt werden, wieder auszureifen und ein normales Blutbild zu bilden.

Mit Azacitidin und Decitabin stehen Substanzen zur Verfügung, welche die Erkrankung bei all jenen PatientInnen verlangsamen können, die für keine zielgerichtete Therapie oder intensive Chemotherapie infrage kommt. Diese Medikamente führen nicht zu einer unspezifischen Zerstörung rasch wachsender Zellen, wie das zytostatische Medikamente tun, sondern zu einer Beeinflussung der Schaltstellen des Zellwachstums.

Bei chronisch-lymphatischer Leukämie (CLL) wird in nächster Zukunft auf eine intravenöse Chemotherapie vermutlich völlig verzichtet werden können. Maßgeblich für die neuen Therapiemöglichkeiten sind einerseits Substanzen wie Ibrutinib, die den Signalweg des Wachstumsbefehls für Leukämiezellen unterbinden, und andererseits Medikamente wie Venetoclax, welche die Leukämiezellen dazu bringen, frühzeitig abzusterben (Apoptoseinduktoren).

Bei den aggressiven Lymphomen steht mit den sogenannten CAR-T-Zellen ein neues Therapiekonzept zur Verfügung. Dabei werden dem PatientInnen körpereigene Abwehrzellen durch eine Art Blutwäsche entnommen und anschließen im Labor durch moderne gentechnologische Methoden verändert. Die manipulierten Abwehrzellen werden dem PatientInnen rückinfundiert, wo sie ihren Kampf gegen den Tumor aufnehmen können. Mit diesem hochwirksamen Therapiekonzept ist es bereits gelungen, bei PatientInnen, die auf alle anderen Therapieformen nicht angesprochen haben, das Lymphom komplett zu beseitigen.

110 Jahre Österreichische Krebshilfe

Die Österreichische Krebshilfe begeht 2020 ihr 110-jähriges Bestehen. "Im Laufe der Zeit entwickelte sich die Organisation zu DER Stimme Österreichs KrebspatientInnen und Angehöriger und zum verlässlichen Partner im Kampf gegen Krebs und für die Verbesserung der Vorsorge", erläutert Prim. Univ.-Prof. Dr. Paul Sevelda, Vorstand der Abteilung für Gynäkologie und Geburtshilfe im Krankenhaus Wien-Hietzing, Präsident der Österreichischen Krebshilfe. In diesem Sinne begrüßt die Österreichische Krebshilfe, dass "Prävention" und "Impfen" im neuen Regierungsprogramm enthalten sind und wird darauf achten, dass diese Punkte auch rasch umgesetzt werden. Im Bereich Prävention fordert die Krebshilfe seit langem organisierte Screening-Programme für Darmkrebs und Hautkrebs sowie die Harmonisierung von PSA.

Ein besonderes Anliegen ist der Krebshilfe die Erhöhung der HPV-Durchimpfungsrate durch entsprechende Öffentlichkeitsarbeit seitens des Gesundheitsministeriums, die Umsetzung des elektronischen Impfpasses und ein "Opt-out" (keine generelle Impfpflicht, aber erst nach eingehender Beratung der Eltern können diese gegen die HPV-Impfung widersprechen).

Weitere wichtige Anliegen sind der Ausbau palliativer Einrichtungen und Dienstleistungen sowie die Aufnahme der Krebserkrankung als medizinische Indikation für einen Kostenzuschuss von Eizell-/Samenspenden.

Info-Tag "Leben mit Krebs"

Trotz der enorm verbesserten Behandlungsstrategien verursacht die Diagnose Krebs bei Betroffenen, ihren Angehörigen und Freunden große Angst. "Aufklärung und Information bieten hier die beste Unterstützung, der Krankheit den Kampf anzusagen und die Therapien mit Hoffnung und Zuversicht zu erdulden", betont Univ.-Prof. Dr. Gabriela Kornek, Präsidentin des Vereins "Leben-mit-Krebs" und Ärztliche Direktorin des AKH Wien/Medizinischer Universitätscampus. Der Verein "Leben-mit-Krebs" lädt daher auch 2020 wieder am Montag, 24. Februar zum Krebstag in den großen Festsaal der Universität Wien. Bei freiem Eintritt bietet dieser Infotag allen Interessierten die Möglichkeit, von ExpertInnen in laienverständlicher Form Informationen über neue Entwicklungen zu erhalten, sowie wie Erfahrungen mit anderen Betroffenen auszutauschen. Weitere Informationen sowie das detaillierte Programm stehen auf der Online-Plattform für Krebsfortbildung http://www.leben-mit-krebs.at zur Verfügung.

Pressemappe zum Download:
https://hpr.itshare.at/index.php/s/iDCr7C8YJ5cGMZc

Weitere Informationen:
http://www.leben-mit-krebs.at
http://www.ccc.ac.at
http://www.vienna-cancer-center.at
https://www.krebshilfe.net

(Ende)
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