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pte20190311009 Medizin/Wellness, Umwelt/Energie

Feinstaub schädigt Kreislauf von Föten stark

Blutfluss und Nahrungsversorgung werden durch mikroskopische Partikel erheblich verringert


Auspuff: Abgase schaden Müttern und ihre Kindern (Foto: pixabay.com, webandi)
Auspuff: Abgase schaden Müttern und ihre Kindern (Foto: pixabay.com, webandi)

New Brunswick (pte009/11.03.2019/10:30) - Mikroskopische Partikel, die von schwangeren Frauen eingeatmet werden, schädigen laut einer Studie der Rutgers University http://rutgers.edu die Entwicklung des Herz-Kreislauf-Systems von Föten. Am Anfang des ersten Schwangerschaftsdrittels und gegen Ende des dritten sind Mutter und Kind am stärksten von der Luftverschmutzung betroffen. Laut Forschungsleiterin Phoebe Stapleton sollten schwangere Frauen, Frauen im gebärfähigen Alter, die schwanger sein könnten und jene, die sich einer Fruchtbarkeitsbehandlung unterziehen, bekannte Bereiche mit höherer Luftverschmutzung meiden oder an Tagen mit starkem Smog im Haus bleiben.

Verengte Blutgefäße

Was eine Mutter einatmet, beeinflusst ihr Kreislaufsystem, das sich permanent anpasst, um den den wachsenden Fötus mit Blut zu versorgen. Der Kontakt mit diesen Schadstoffen kann die Blutgefäße verengen, damit den Blutfluss zum Uterus verringern und dem Fötus Sauerstoff und Nährstoffe entziehen. Die Folge können verzögertes Wachstum und Entwicklung sein. Möglich sind auch verbreitete Schwangerschaftskomplikationen wie eine intrauterine Wachstumsrestriktion.

Für die Studie wurde das Kreislaufsystem trächtiger Ratten und ihrer Föten untersucht. Die Tiere wurden einmalig im ersten, zweiten und dritten Drittel der Trächtigkeit Titandioxid-Aerosolen in Nanogröße ausgesetzt. Sie dienten als Stellvertreter für die Partikel, die für Luftverschmutzung typisch sind. Die Ergebnisse wurden mit jenen von trächtigen Ratten verglichen, die nur Luft atmeten, die hochgradig gefiltert war.

Es zeigte sich, dass der Kontakt mit Schadstoffen zu Beginn der Trächtigkeit Folgen auf das Herz-Kreislauf-System der Föten hatte. Besonders betroffen waren Hauptschlagader und Nabelvene. Späterer Kontakt wirkte sich am meisten auf die Größe des Fötus aus. Die verringerte Blutversorgung durch die Mutter führte zur verrringerten Nährstoffversorung. Bei nicht trächtigen Tieren wurde sogar ein einmaliger Kontakt mit diesen Nanopartikeln mit einer Beeinträchtigung der Funktion der Arterien des Uterus in Verbindung gebracht.

Deutlich mehr Titandioxid

Laut der Studie beeinträchtigt eine Belastung in der Schwangerschaft den Blutfluss bei Mutter und Fötus. Die Folgen können für das Kind bis ins Erwachsenenalter bleiben. Die Ergebnisse wurden in "Cardiovascular Toxicology" veröffentlicht. Bis zum Jahr 2025 soll die weltweite Produktion von Titandioxid in Nanopartikelform 2,5 Mio. metrische Tonnen erreichen. Die sehr kleinen Partikel sind nicht nur in der Luftverschmutzung enthalten, sondern werden häufig auch bei Pflegeprodukten wie Sonnenschutz oder Gesichtspuder eingesetzt.

(Ende)
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