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Do, 09.08.2018 11:30
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pte20180809015 Forschung/Technologie, Computer/Telekommunikation

System erlaubt individuelle Handgeste als Passwort

"FM Code" kann berechtigte User durch Tempo und Formen zuordnen
Eindeutige Geste: System erkennt berechtigten User (Foto: asu.edu)
Eindeutige Geste: System erkennt berechtigten User (Foto: asu.edu)

Tucson (pte015/09.08.2018/11:30) - Das System "FMCode" kann anhand der Bewegungen, die ein Finger in der Luft ausführt - etwa eine Unterschrift oder eine Form - die Identität eines Nutzers erkennen. Die smarte Technologie, die Wissenschaftler der Arizona State University https://asu.edu entwickelt haben, könnte zukünftig Passwörter ersetzen und das Entsperren von Geräten sicherer machen.

Kleine Abweichung tolerieren

Das neue System verwendet Algorithmen, die von einem tragbaren Sensor oder einer Kamera mit Daten versorgt werden. Es kann Benutzer bereits identifizieren, nachdem das Gestenpasswort nur ein paar Mal vorgeführt wurde. Im Gegensatz zu normalen Passwörtern sind den Entwicklern zufolge Fingerbewegungen in der Luft nicht immer gleich. Daher kann das neue System die verschiedenen Geschwindigkeiten und Formen erkennen, aber trotzdem falsche Versuche herausfiltern. Das soll bereits nach ein paar Mal Vorzeigen funktionieren, da die meisten User ihren individuellen Code voraussichtlich nicht hunderte oder tausende Male vorführen wollen.

Um dies zu realisieren, setzten die Experten maschinelles Lernen ein. Das Team entwarf Klassifikatoren, die Imitationen identifizieren können, während kleinere Abweichungen vom tatsächlichen Benutzer toleriert werden. Dann bauten die Entwickler ein konnektives neuronales Netzwerk auf, um Fingerbewegungssignale mit Datenerweiterungsmethoden zu katalogisieren, die das bei der Einrichtung des Systems benötigte Training beschränken.

Akzeptanz noch fraglich

Gesteninteraktionen könnten den Experten aus Arizona zufolge besonders dann sehr nützlich sein, wenn eine Tastatur unpraktisch ist, etwa bei der Verwendung eines VR-Headsets. Das gilt auch für Situationen, in denen Kontakte mit der Umgebung minimalisiert werden müssen, zum Beispiel für die Hygiene in einem Operationssaal. Obwohl FMCode sehr sicher wirkt, beschäftigen sich die Entwickler derzeit mit Angriffen, bei denen ein Gestenpasscode aufgezeichnet und später wieder abgespielt wird.

In einer Studie befragte das Team aus Arizona Teilnehmer, wie sie über das neue System im Gegensatz zu anderen Login-Methoden denken. Während die meisten Befragten FMCode für sehr sicher hielten, fanden die Benutzer es im Allgemeinen eher kompliziert zu verwenden und vergleichsweise zeitraubend. Die Entwickler gehen jedoch davon aus, dass sich die Hardware zukünftig deutlich verbessern wird und auch das Bekanntwerden immer weiterer Sicherheitslücken dazu führen könnte, dass das System von der Allgemeinheit besser akzeptiert wird.

Zum Paper "FMCode: A 3D In-the-Air Finger Motion Based User Login Framework for Gesture Interface": https://arxiv.org/pdf/1808.00130.pdf

(Ende)

Aussender: pressetext.redaktion
Ansprechpartner: Sabrina Manzey
Tel.: +43-1-81140-305
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