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pts20180605011 Medizin/Wellness, Kultur/Lifestyle

Größte Probleme von Prothesenträgern: Druckstellen, Scham und Würgereiz

Kieferchirurg DDr. Jahl: "Zu wenig Aufklärung der Patienten über moderne Alternativen zu Dritten"

Eggenburg (pts011/05.06.2018/09:05) - Kaum zu glauben, aber Österreich ist immer noch das Land der "Dritten". Herausnehmbarer Zahnersatz gehört, trotz für Patienten oftmals gravierender Probleme, immer noch zum Standard in Österreichs Mündern. Der Eggenburger Kiefer- und Implantatchirurg DDr. Gerald Jahl zitiert eine aktuelle Studie, die bestätigt, wie sehr fehlende oder schlechte Zähne die Patienten belasten: "87 Prozent aller Patienten haben Probleme mit dem Kauen, mit Druckstellen oder Würgereizen und für 74 Prozent sind Unsicherheit des Verrutschens und Scham beim Sprechen die größten Belastungen, wenn es um Zahnersatz geht. Dabei gibt es heute moderne Methoden, die nahezu jedem Patienten festsitzende Zähne ermöglichen. Die Bevölkerung müsste einfach besser aufgeklärt werden. Eine Implantationstechnik, die mittels 3D-Diagnostik und 3D-Operationsplanung perfekte Lösungen bietet, ist zum Beispiel die 'All on 4'-Methode, bei der nur vier Implantate gesetzt werden müssen und dann wieder feste Zähne an nur einem Tag erlauben."

Auch für Patienten mit geringerem Knochenvolumen

Heute ist vieles anders als noch vor einigen Jahren. Durch den Einzug hochmoderner Computertechnik in den Operationssaal können heute auch viele Patienten mit Implantaten behandelt werden, die früher als Problemfälle angesehen worden wären. "Heute gibt es kein Alterslimit für Implantate mehr. Auch ein über 90-jähriger Patient hat durch fest sitzende Zahnimplantate eine enorme Steigerung der Lebensqualität, die sich durch das bessere Kauverhalten auch direkt auf die körperliche Gesundheit auswirkt, weil durch das bessere Kauen der Nahrung auch vermehrt Vitamine und Spurenelemente aufgenommen werden, die zum allgemeinen Wohlbefinden enorm beitragen, ganz abgesehen vom Faktor Lebensqualität und Wohlbefinden."

Grundsätzlich handelt es sich bei der 'All on 4'-Implantatversorgung um eine schnelle und sehr schonende Implantattechnik, bei der auf nur vier Implantaten ein kompletter, festsitzender Zahnersatz aufgesetzt werden kann. Festsitzender Zahnersatz ersetzt dabei die natürlichen Zähne und man kann wieder genauso fest zubeißen wie mit den eigenen Zähnen. Das 'All on 4'-Verfahren gibt es bereits seit 20 Jahren und der Erfolg ist mittlerweile durch unzählige Langzeitstudien und als verlässliches Verfahren bestätigt.

Feste Zähne an einem Tag - mit schonender örtlicher Betäubung

Das Implantatsetzen bei der "All on 4"-Methode erfolgt in der Regel unter örtlicher Betäubung und ist damit eine schonende Methode. DDr. Jahl: "Die Patienten sollten sich nicht scheuen, bei all meinen gut ausgebildeten Kollegen in Niederösterreich nachzufragen und sich über die verschiedenen Methoden zu informieren. Wir brauchen informierte und mündige Patienten."

DDr. Gerald Jahl - Eggenburg NÖ:
http://implantat.or.at

(Ende)
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