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Charts 2017 häufig von traurigen Songs dominiert

Moll-Tonarten sowie langsame Stücke begeisterten die Fans im Vorjahr

Fans beim Konzert: Traurige Songs sind beliebt (Foto: bluefeeling, pixelio.de)
Fans beim Konzert: Traurige Songs sind beliebt (Foto: bluefeeling, pixelio.de)

London (pte002/10.01.2018/06:05) - Lieder, die in einer Moll-Tonart geschrieben wurden, haben die größten Chancen, in den Charts zu landen. So dominierten 2017 zudem deutlich langsamere Lieder, wie eine von der Boulevard-Website "Popbitch" http://popbitch.com durchgeführte Analyse der britischen Charts für das abgelaufene Jahr zeigt.

Entschleunigung im Trend

Die Researcher haben herausgefunden, dass Lieder in Moll-Tonart 2017 die größten Chancen gehabt haben, auf einer vorderen Chart-Platzierung in Großbritannien zu landen. 87 Prozent der nennenswerten Songs wurden im vergangenen Jahr in Moll geschrieben. Zum Vergleich: 2016 waren es lediglich 67 Prozent. Laut der Analyse waren die in den Charts platzierten Lieder zudem langsamer als in den Jahren zuvor. Durchschnittlich lag die Geschwindigkeit sogar unter 100 Beats per minute.

Während Lieder, die in Moll geschrieben wurden, mehrere Wochen in den britischen Charts blieben, hatten Songs in Dur nur eine kurze Überlebensdauer. Durchschnittlich blieben diese Werke dann nur etwa eine Woche im vorderen Bereich des Rankings. Während der vergangenen 50 Jahre konnte immer wieder gezeigt werden, dass Pop-Songs langsamer und öfter in Moll geschrieben wurden - beides erweckt im westlichen Zuhörer eher ein Gefühl von Traurigkeit.

Wirtschaft bestimmt Stimmung

Komponisten bedienten sich 2017 zudem sehr gerne an "gemischten Emotionen". Sie verbanden schnelle Tanz-Rhythmen mit Moll-Tonarten. Popbitch führte bereits 2009 eine Studie zu den Charts zwischen 1955 und 2003 durch und kam damals zu dem Ergebnis, dass die Wirtschaft einen erheblichen Einfluss auf den Geschmack der Zuhörer hat. "In sozial und wirtschaftlich eher bedrohlichen Zeiten waren Lieder, die länger, tiefsinniger, romantischer, beruhigender und langsamer sind, die beliebtesten", so die Researcher. Auch der Klimawandel hat einen Einfluss (pressetext berichtete: http://pte.com/news/20150416001 ).

(Ende)
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