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pte20160627070 Forschung/Entwicklung, Produkte/Innovationen

Wunder-Gleitfilm holt alles aus Shampoo-Flaschen

Siliziumdioxid- sowie Quarz-Nanopartikel wirken abweisend für Seife


Shampoo und Co: Bisher blieben Reste in Flaschen (Tim Reckmann/pixelio.de)
Shampoo und Co: Bisher blieben Reste in Flaschen (Tim Reckmann/pixelio.de)

Columbus (pte070/27.06.2016/11:30) - Forscher der Ohio State University http://osu.edu haben eine spezielle Innenbeschichtung für Shampoo-Flaschen entwickelt, die das vollständige Leeren der Behälter ohne einen Restverbleib der Seife ermöglicht. Das bereits marktreife Prinzip ließe sich in vielen unterschiedlichen Alltagsbereichen breit anwenden.

Globales Problem im Bad

"Das ist ein richtiges Luxus-Problem, nicht wahr? Man bekommt nie das ganze Shampoo aus der Flasche. Das Interesse der Hersteller ist deshalb enorm, denn sie erzeugen Millionen von Produkten, in denen beim Wegschmeißen immer noch Reste verbleiben", unterstreicht Wissenschaftler Bharat Bhushan. Das Problem lässt sich jedoch vollständig lösen, indem die Beschichtung der Flaschen-Innenseite verändert wird.

Seifen sind hauptsächlich als Natrium- oder Kalium-Salze von Fettsäuren bekannt, die als Tenside in Reinigungsmitteln zur Anwendung kommen. Fetthaltiger Schmutz lässt sich damit zwar gut abwaschen, aber es bleibt auch immer ein hartnäckiger Rest in den Flaschen zurück. "Verglichen mit Seife ist es zum Beispiel sehr leicht, Ketchup aus einer Flasche zu bekommen", erklärt Bhushan.

Nutzen von Y-Strukturen

"Unsere Beschichtung weist generell Flüssigkeiten ab, aber die große Herausforderung war, sie auch abstoßend für Seife zu machen", verdeutlicht das Forscher-Team. Das nun entwickelte Produkt besteht innen aus Siliziumdioxid- oder Quarz-Nanopartikeln, die winzigen Y-Strukturen gleichen. Abweisend ist die Beschichtung dadurch, weil die Seife an der speziellen Struktur aus der Flasche gleiten kann. Für andere Materialien gab es bereits ähnliche Lösungen (pressetext berichtete: http://pte.com/news/20160622002 ).

(Ende)
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