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pte20160108005 Forschung/Entwicklung, Medizin/Wellness

Blutstropfen reicht künftig für Krebsdiagnose aus

Genauigkeit liegt derzeit bei 90 Prozent und lässt sich weiter verfeinern


Flutender Finger: Ein Tropfen genügt für Krebsdiagnose (Foto: wikimedia.org)
Flutender Finger: Ein Tropfen genügt für Krebsdiagnose (Foto: wikimedia.org)

Boston (pte005/08.01.2016/06:15) - Der Harvard-Student Neil Davey http://harvard.edu hat eine revolutionäre Methode entwickelt, mit der es möglich wird, über nur einen Tropfen Blut eine frühe Krebsdiagnose zu erstellen. Damit könnte eine nicht-invasive Krebsdiagnose bald Realität werden. Mit der neuen Technologie wird eine kleine Menge Blut in ein Mikrofluidik-Gerät injiziert, um die einzelnen Zellen vom Blutstrom der einzelnen Tropfen abzuschotten.

Polymerasen-Kettenreaktion

Sind die Zellen einmal abgeschottet, wird mithilfe der Polymerasen-Kettenreaktion - eine übliche Technik in der Molekularbiologie - mögliche Krebs-DNA ins Visier genommen und aufgespürt. Auf diese einfache Art und Weise lässt sich eine Krebszelle unter einer Bio. unauffälliger Zellen identifizieren, meint Davey.

Die neue Methode könnte starke Auswirkungen auf die allgemeine Krebsdiagnose haben. Denn die heutige Diagnoseform ist noch immer abhängig von invasiven und gefährlichen Tumorbiopsien. Zudem ist das aktuelle Verfahren deutlich günstiger und einfacher als herkömmliche Krebstests.

Erfolgreicher Test bei Prostatakrebs

30 bis 60 Minuten nach der Blutabnahme vom Patienten können die Experten bereits eine Diagnose erstellen. Die Testgenauigkeit beträgt derzeit 90 Prozent, lässt sich jedoch weiter erhöhen, indem mehr Gene der Krebszellen ins Visier genommen werden. Bislang wurde die Technologie bei Prostatakrebs und Kolorektal-Karzinomen getestet. "Jedoch kann die Methode für jegliche Krebsart angewendet werden", versichert Davey abschließend.

(Ende)
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