Leben

HIGHTECH

22.10.2021 - 12:30 | pressetext.redaktion
22.10.2021 - 06:10 | pressetext.redaktion
21.10.2021 - 16:00 | AICHELIN Holding GmbH

BUSINESS

MEDIEN

22.10.2021 - 10:30 | pressetext.redaktion
22.10.2021 - 09:15 | y-doc
22.10.2021 - 08:25 | ART Innsbruck

LEBEN

22.10.2021 - 11:50 | Leipzig Tourismus und Marketing GmbH
22.10.2021 - 11:30 | pressetext.redaktion
22.10.2021 - 10:15 | Campus Symposium
pte20120502004 Medizin/Wellness

Antibiotika-Gabe bald über obere Hautschicht

Molekulare Struktur erforscht - Bessere Insulin-Verabreichung möglich


Bauchnabel: Haut soll künftig Medizin aufnehmen (Foto: pixelio.de, Klaas Hartz)
Bauchnabel: Haut soll künftig Medizin aufnehmen (Foto: pixelio.de, Klaas Hartz)

Köln/Karolinska (pte004/02.05.2012/06:15) - Forschern des Karolinska Institutet http://ki.se ist es gelungen, die obere Hautschicht des Menschen, die sogenannte Stratum Corneum, molekular zu untersuchen und damit den Weg zur Verabreichung von Medikamenten über die Haut zu ermöglichen. Insulin und Antibiotika sollen künftig über die Haut aufnehmbar sein. Bisher werde Antibiotika nur punktuell bei Entzündungen der Haut angewendet, so Sabine Eming, Oberärztin an der Poliklinik für Dermatologie und Venerologie des Universitäts Klinikums Köln http://dermatologie.uk-koeln.de , gegenüber pressetext.

Rätsel um Hautbarriere gelöst

"Es ist gar nicht so einfach, etwas durch die intakte Haut zu injizieren", sagt Eming. Lars Norlén, Studienleiter am Department für Dermatologie und Venerologie am Karolinska Institutet behauptet, das Rätsel der Hautbarriere gelöst zu haben. Die obere Schicht der Haut ist eine Sperre gegen Stoffe von außen, so auch Wasser. Die Forscher haben den Durchgang auf molekularer Ebene entdeckt. "Wir können Computersimulationen erstellen, mit denen wir ermitteln, welche Stoffe die Möglichkeit haben, durch die Haut durchzudringen", sagt Norlén.

"Wir hoffen, eines Tages in der Lage zu sein, regelmäßig Medikamente wie Insulin und Antibiotika auf diese Weise zu verabreichen", so der Mediziner. Um so genau unter die Haut schauen zu können, haben die Forscher eine neue experimentelle Methode entwickelt. Sie arbeiten dabei mit einem Tieftemperatur-Elektronenmikroskop. "Das hat uns die Gelegenheit ermöglicht, die molekulare Struktur und Funktion der nativen Zellen und Gewebe zu analysieren, ohne Farbstoffe, Lösungsmittel oder Kunststoff einzusetzen", ergänzt Norlén.

Erforschung von Hautkrankheiten

Die Entdeckung könnte mehr für die Medizin bedeuten als die reine Verabreichung von Medikamenten über die Haut. Es könnte helfen Hautkrankheiten zu entschlüsseln, die über eine Funktionsstörung der Hautschutzbarriere entstehen. "Dies könnte ein Durchbruch für die Dermatologie sein", zeigt sich Norlén überzeugt. "Unser Team hat die letzten 20 Jahre an der Entschlüsselung der Geheimnisse der äußeren Hautschicht gearbeitet."

(Ende)
Aussender: pressetext.redaktion
Ansprechpartner: Oranus Mahmoodi
Tel.: +49-30-29770-2519
E-Mail: mahmoodi@pressetext.com
Website: www.pressetext.com
|
|
98.376 Abonnenten
|
193.916 Meldungen
|
80.057 Pressefotos
Top