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pte20070925040 Produkte/Innovationen, Medien/Kommunikation

Google testet eigenes Second Life

Google-Earth-Material bildet Grundlage für virtuelle Welt


Google auf den Spuren von Second Life (Foto: dresden.de)
Google auf den Spuren von Second Life (Foto: dresden.de)

Mountain View (pte040/25.09.2007/13:52) - Die Anzeichen verdichten sich, dass Google schon bald mit einer Alternative zu Second Life auf den Markt kommen will. Die Gerüchteküche angeheizt hat in diesem Fall die Arizona State University, die Studierende zur aktiven Partizipation an einem Projekt eines "großen Webunternehmens" einlädt. Dabei soll es unter anderem um 3D-Modellierung und Video-Gaming-Komponenten gehen, so die Universitätsleitung, die schon in der Vergangenheit immer wieder eng mit Google zusammengearbeitet hat. Bereits im Januar hatte Michael Eisenberg, ein Partner der Venture Capital Group "Benchmark Capital", mit dem Kommentar aufhorchen lassen, die Chefetage von Google plane, Google Earth in eine virtuelle Welt a la Second Life umwandeln. Wie die Arizona University durchblicken ließ, soll das im Test befindliche Projekt noch in diesem Jahr veröffentlicht werden.

"Dass Google sich in diese Richtung bewegt, ist keine überraschende Entwicklung", meint Dieter Fellner, Leiter des Darmstädter Fraunhofer-Instituts für graphische Datenverarbeitung http://www.igd.fraunhofer.de , im Gespräch mit pressetext. Fellner geht zudem davon aus, dass neben Google auch Microsoft nichts unversucht lassen wird, um sich mit seinem eigenen Kartenmaterial eine lukrative virtuelle Welt zu erschließen. Während das kommerzielle Marktpotenzial derartiger Projekte für die Industrie in jedem Fall gegeben und noch gar nicht vollständig abschätzbar sei, lasse sich der nachhaltige Unterhaltungswert derartiger Technologien und Konzepte ungleich schwerer voraussagen. "Im Falle von SMS hat zum Beispiel niemand damit gerechnet, dass sich diese Technologie so erfolgreich durchsetzen würde", so Fellner.

Google zeigt sich für den Ausbau seiner virtuellen Welt jedenfalls gerüstet. Neben dem umfangreichen Bildmaterial verfügt das Unternehmen etwa über das 3D-Modellierungstool SketchUp, das mit den Schnittstellen von Google Earth kompatibel ist. Unter einer eigenen Webseite http://sketchup.google.com/3dwarehouse lassen sich generierte Gebäude zudem online mit der Community teilen. Darüber hinaus kann Google auch auf eine Reihe von umfangreichen 3D-Modellen von Städten auf der ganzen Welt zurückgreifen. So finden sich unter anderem Berlin und Dresden als partielle 3D-Abbildungen im Google-Earth-Universum wieder (pressetext berichtete: http://www.pte.at/pte.mc?pte=070710020 ).

(Ende)
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