Schweizer Konsumentenstimmung hellt auf
Markenstudie: Materielle Werte immer wichtiger
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Top-20-Marken der Schweiz (Quelle: Advico Young & Rubicam) |
Bern (pte021/08.06.2007/13:50) Die Schweizer Konsumentinnen und Konsumenten sind so selbstsicher wie noch nie und schauen optimistisch in die Zukunft: Nirgends auf der Welt gibt es so viele Siegertypen wie in der Schweiz. Zu diesen Ergebnissen kommt die Schweizer Markenstudie Brand Asset Valuator (BAV) der Werbeagentur Advico Young & Rubicam (AYR) http://www.ayr.ch . "Die Schweizer sind wieder viel selbstbewusster", sagt Ester Elices, BAV-Projektleiterin bei AYR, gegenüber pressetext Schweiz. Erstmals nach der allgemeinen Verunsicherung durch 9/11 und das Swissair-Grounding zeige die Konsumentenstimmung wieder deutlich nach oben. 81 Prozent der Schweizer glauben, dass es dem Land in Zukunft wirtschaftlich besser oder zumindest gleich gut gehen wird wie heute. Vor zwei Jahren waren nur 64 Prozent der Befragten dieser Ansicht.
Der Optimismus schlägt sich auch im Selbstvertrauen der Schweizer nieder. Die "Siegertypen" - einer von sieben psychografischen Konsumententypen - sind stark am Vormarsch und machen nun mit 28 Prozent die grösste Bevölkerungsgruppe unter den Schweizern aus. "Die Siegertypen sind leistungsorientierte und optimistische Macher, die etwas im Leben bewegen wollen", erläutert Elices. "Es sind in der Regel eher Männer als Frauen." In keinem anderen der 48 Länder, in denen die BAV-Studie durchgeführt wird, zähle ein so grosser Anteil der Bevölkerung zu diesem Segment.
Mit der positiven Konsumentenstimmung einher geht auch eine Zunahme der Bedeutung von materiellen Werten. Die Zustimmung zur Aussage "Geld ist das beste Mass für Erfolg" ist bei den Befragten deutlich gestiegen. Der Schweizer möchte sein hart verdientes Geld auch geniessen. Interessanterweise geht diese Einstellung nach Auskunft von Ester Elices nicht zu Lasten eines rückläufigen Umweltbewusstseins oder einer tieferen Wertschätzung von Non-Profit-Organisationen. Der Siegertyp gibt sein Geld gerne aus, unterstützt aber dabei auch den WWF oder Greenpeace mit einem jährlichen Scherflein.
Entsprechend dem gestiegenen Optimismus gehen die Schweizer auch wieder shoppen und leisten sich unbeschwerter etwas Teures. Die Markenstudie zeigt, dass Premiummarken in den Kategorien Uhren, Schmuck, Autos, Mode und Design sowie (Unterhaltungs-)Elektronik deutlich an Bedeutung zugelegt haben. Bei den 20 Schweizer Top-Marken haben sich zwei massgebliche Veränderungen ergeben: Die Migros-Billigmarke M Budget und Die Post haben es neu unter die Top 20 geschafft - auf Kosten von Swatch und Nutella. "M Budget ist heute eine Kultmarke", weiss BAV-Projektleiterin Elices.
Nach wie vor zeichnen sich die stärksten einheimischen Marken durch Genuss und Qualitätsmerkmale aus, insbesondere beim Käse: Mit Appenzeller, Emmentaler, Gruyère und Tilsiter sind die populärsten Käsesorten im Ranking vertreten. Daneben finden sich weitere traditionsreiche Marken wie Ovomaltine, Ragusa, Ricola, Rivella, Sugus, Thomy, Toblerone und Zweifel. Ausländische Marken gibt es in der Top-20-Liste mit Coca-Cola, Lego, Nivea und IKEA nur vier.
Der Advico Young & Rubicams Brand Asset Valuator ist die umfassendste Markenstudie der Schweiz. 1995 hat die Werbeagentur Advico Young & Rubicam zum ersten Mal die Resultate der BAV-Studie präsentiert. Seither werden die Schweizer Konsumenten regelmässig zu ihrer Wahrnehmung von mehr als 1.100 Marken in 56 Dimensionen und zu ihrer Werthaltung befragt. Dazu kommen demografische und psychografische Angaben. Die Studie ist für die Romandie und die Deutschschweiz repräsentativ. Weltweit wird die BAV-Studie in 48 Ländern durchgeführt, mit total über 16.000 erhobenen Marken und rund 500.000 Interviews.
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