Unterschwellige Produktwerbung in Magazinen und Zeitschriften
Marketingchefs zahlen für die Nennung ihrer Produkte in journalistischen Beiträg
New York (pte018/26.06.2006/13:30) Marketingchefs bezahlen für die Nennung ihrer Produkte und des Unternehmens in Leitartikeln und Rundfunkbeiträgen, wodurch die Glaubwürdigkeit der Medien von den Konsumenten in Frage gestellt wird. Dies hat eine Studie vom PR Week Magazine http://www.prweek.com und dem Public Unternehmen Manning Selvage & Lee http://www.mslpr.com ergeben, berichtet die New York Times heute, Montag.
Product Placement ist zwar generell in Film und Fernsehsendungen üblich, aber bisher galt es als unüblich, dass unterschwellige Werbung in Magazin- und Zeitschriftenartikeln sowie bei Fernseh- und Rundfunknachrichten eingesetzt wird. In der Studie wurden 266 Marketingchefs befragt, nahezu die Hälfte der Befragten bejahte, dass sie bereits für die Unterbringung ihrer Produkte und des Unternehmensnamen in Rundfunk und Leitartikeln bezahlt haben. Rund 46 Prozent von denen, die bisher noch nicht zahlten, wollen dies in Zukunft tun.
Die Ergebnisse zeigen, dass es eine ethische Frage ist, die diskutiert werden muss, so Mark Hass, Geschäftsführer von Manning Selvage & Lee. Dafür sei eine allumfassende Aufklärungsarbeit notwendig, so dass die Marketingunternehmen mehr Sensibilität für den Unterschied zwischen Leitartikeln und Werbung entwickeln, erklärt Hass.
Gründe für das Einbringen von unterschwelliger Werbung gibt es mehrere. Zum einen der finanzielle Druck dem Marketingchefs ausgesetzt sind, damit sie ihre Produkte weiter verbreiten können. Und zum anderen steigt die Anzahl von speziellen Konsumten und Business-to-Business Magazinen stetig weiter. Die Redakteure kämpfen um das Überleben, denn die Konkurrenz ist groß. Sie sind einem massiven Druck ausgesetzt und werden auf diese Weise in den Geschäftsprozess einbezogen. Aber wenn sie sich auf diese Art von Journalismus mit unterschwelliger Werbung einlassen, untergräbt dies die Glaubwürdigkeit des Konsumenten gegenüber den Medien, so die Kritik von Hass.
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