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pte20050117026 Kultur/Lifestyle

Positive Bilanz für das Filmmuseum

Besucherzahlen steigen um 45 Prozent


Fotodienst
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Wien (pte026/17.01.2005/13:45) - 2004 war für das Österreichische Filmmuseum http://www.filmmuseum.at ein positives Jahr. Mit 57.000 Besuchern strömten im Vergleich zu 2003 beinahe doppelt (45 Prozent) so viele Menschen in das Museum. Besondere Publikumsmagnete waren die kürzlich abgeschlossene Ernst-Lubisch-Schau und die derzeit laufende Retrospektive zu Luchino Visconti. Museumsdirektor Alexander Horwath (Foto) heute, Montag, während einer Pressekonferenz: "Ich hoffe, dass es im heurigen Jahr so weiter geht."

Das Filmmuseum forciert die internationalen Aktivitäten, wobei das Auslandsecho dementsprechend positiv ausfällt. So schreibt beispielsweise die FAZ: "Wien hat wieder eine Kinemathek von Weltrang." Neben verschiedenen Retrospektiven, die in Wien entwickelt wurden und im Anschluss auf internationale Tournee gingen, kamen auch die Projekte aus dem Archiv vermehrt außerhalb Österreichs zum Tragen. Darunter auch die Dziga-Vertov-Ausstellung des Filmmuseums beim Stummfilmfestival in Pordenone.

Ähnlich wie 2004 werde das Programm des Filmmuseums auch im Jahr 2005 von einem "unterschwelligen Motto, einer wesentlichen, unaufgelösten Fragestellung" begleitet sein - von der Frage nach Moderne. "Die Projekte Film Noir, Brasilien, Claire Denis, Re-Modern und Orson Welles sind mit dieser Frage nach der Moderne besonders stark verknüpft", so Horwath.

Neben den Buchpublikationen wird das Filmmuseum Mitte 2005 nun auch mit der Veröffentlichung von DVDs beginnen. Rare und bedeutende Beispiele aus der eigenen Sammlung sollen auch für den Forschungsbereich und die Heimnutzung zugänglich gemacht werden. Geplant sei eine Edition pro Jahr. Den Anfang macht Dziga Vertovs Tonfilmklassiker "Entuziazm", den Peter Kubelka und Edith Schlemmer im Filmmuseum rekonstruiert haben.

Ein überaus erfreulicher Aspekt ist die Ehrenpräsidentschaft des amerikanischen Regisseurs Martin Scorsese. Horwath: "Wir könnten uns keine bessere Person vorstellen." Scorsese gilt als einer der bedeutendsten lebenden Filmkünstler. Zugleich engagiert er sich seit langem für die Sicherung und Restaurierung des filmischen Welterbes. "Bereits 1995 präsentierte Martin Scorsese im Österreichischen Filmmuseum eine Gesamtschau seines Werkes. Auf Basis der seit damals bestehenden Verbindung mit dem Haus und des Aktivitäten hat das Filmmuseum ihn eingeladen, die Ehrenpräsidentschaft zu übernehmen", so Horwath.

Negativer Aspekt ist und bleibt die finanzielle Situation des Filmmuseums. Die Höhe der für 2005 zugesagten Bundesförderung beträgt 370.000 Euro. Diese Summe entspricht exakt der Bundesförderung in den Jahren 1983 und 1984. Sie sei um rund 35 Prozent niedriger als notwendig und angesucht. Horwath: "Wir werden von der Republik Österreich in die Enge getrieben. Die Situation ist würdelos und sollte beendet werden."

(Ende)
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