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20 Prozent aller Krankheiten betreffen Gehirn und Nervensystem

Große Fortschritte in der Gehirn-Forschung verbessern Arzneimittel


Gmunden/Wien (pte049/09.05.2000/17:24)

Ein Fünftel aller Krankenhausaufenthalte betreffen Erkrankungen des Gehirns und des Nervensystems. Der große Anteil dieser Krankheiten erklärt auch die Bedeutung des Fachgebietes für die medizinische Versorgung der Menschen. Das erklärte der Vizepräsident der österreichischen Gesellschaft für Neurologie und Psychiatrie ÖGNP http://www.oegnp.org Eberhard Deisenhammer im Rahmen der 26. Wissenschaftlichen Tagung in Gmunden.

Die meisten Fortschritte in der Grundlagenforschung und deren praktischen Anwendungen in der Medizin sind in den letzten Jahrzehnten im Bereich des Gehirns und des Nervensystems entstanden. So gebe es bei Erkrankungen wie multipler Sklerose, Schlaganfall und Demenz seit vielen Jahren auch erstmals Medikamente, die nicht nur in der akuten Krankheitsphase wirken, sondern auch den lebenslangen Verlauf der Krankheit positiv beeinflussen, sagte Deisenhammer. "Bei vielen anderen Erkrankungen wie Schizophrenie und der Parkinson-Krankheit haben grundlegende neue Erkenntnisse zur Entwicklung molekularbiologisch maßgeschneiderter Arzneimittel geführt", so Deisenhammer.

Die Forschung auf diesem Gebiet werde aber nicht nur von staatlicher Seite getragen, sondern auch von privaten Sponsoren, insbesondere von der Pharmaindustrie und anderen Forschungseinrichtungen, so Deisenhammer. "Auch die ÖGNP ist bemüht, die unabhängige Forschung zu fördern und Sponsoren aus der Industrie zu motivieren, Forschungspreise für herausragende wissenschaftliche Leistungen zu stiften", so der Arzt. Die Zusammenarbeit zwischen Ärzten und der pharmazeutischen Industrie sei gerade in der heutigen Zeit, wo ökonomische Aspekte im Vordergrund stehen, von großer Bedeutung. Einerseits gelte es die besten Medikamente zu erforschen, andererseits dem Patienten das richtige Arzneimittel zu verabreichen. Dies entspreche der optimalen Ökonomie, sagten Bruno Mamoli, Vorsitzender der Sektion Neurologie, und Werner Schöny, Vorsitzender der Sektion Psychiatrie.

Im Rahmen der Tagung wurden auch die neuen Therapien bei Schizophrenie erläutert. "Früher gab es Medikamente, die zu extrapyramidalen Nebenwirkungen führten, die für den Patienten auch häufig den sozialen Rückzug zur Folge hatten", sagte Siegfried Kasper, Ordinarius an der Universitäts-Klinik für Psychiatrie in Wien. Durch die Anwendung neuer Medikamente fallen diese Nebenwirkungen weg, so der Arzt.

Im Rahmen der Tagung wurde unter anderem auch der Schlaganfall-Preis des Österreichischen Schlaganfallfonds vergeben. Die Arbeiten wurden bereits in Fachzeitschriften publiziert, so Deisenhammer. Dies spreche für das hohe Niveau der eingereichten Fachartikel.

Das Gespräch wurde von ptv aufgezeichnet und kann unter http://www.ptv.at abgerufen werden. (Ende)
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