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pte20080401032 Medien/Kommunikation, Technologie/Digitalisierung

Online-Dienst für Begräbnisvideos gestartet

"Wollen den Hinterbliebenen einen besseren Service bieten"


Begräbnisse können in Southampton nun auch online besucht werden (Foto: pixelio.de, Bernhard Flack)
Begräbnisse können in Southampton nun auch online besucht werden (Foto: pixelio.de, Bernhard Flack)

Southampton (pte032/01.04.2008/13:54) - Ab heute, Dienstag, steht den Bewohnern der englischen Stadt Southampton ein neuer Online-Dienst zur Verfügung, der schon im Vorfeld seines Starts für einiges an Aufregung gesorgt hat. Das Service namens "pay per view funerals" bietet Interessierten die Möglichkeit, gegen Bezahlung über das Internet an Begräbniszeremonien teilnehmen zu können. Angeboten werden dabei neben einem Live-Videostream im Web auch speziell zusammengestellte DVDs, die das Geschehen der Zeremonie auch für die Nachwelt festhalten sollen. Der vom örtlichen Krematorium angebotene Dienst richtet sich dabei in erster Linie an hinterbliebene Verwandte und Freunde, die nicht persönlich an der Bestattung teilnehmen können. So sei es während der bisherigen Testphase des Dienstes beispielsweise bereits des Öfteren der Fall gewesen, dass eine Begräbniszeremonie von Angehörigen via Webcast in Kanada oder Australien verfolgt worden ist.

Während schon vor dem offiziellen Start des Dienstes kritische Stimmen eine derartige Vorgehensweise als makaber und pietätlos verurteilt haben, widerspricht der Manager des Krematoriums in Southampton, Trevor Mathieson, diesem Vorwurf vehement. "Es ist ja nicht so, als ob wir ein Sender wären, der ein Fußballmatch überträgt. Wir stellen unser Service im Internet nicht jedem zur Verfügung", erklärt Mathieson gegenüber der britischen Zeitung Guardian http://www.guardian.co.uk . Sicherheitsbelange seien in diesem Zusammenhang von großer Bedeutung. "Schlussendlich geht es nur darum, den Hinterbliebenen einen besseren Service anbieten zu können", betont Mathieson. Es sei aber verständlich, dass ein derartiges Angebot nicht jedermanns Sache ist. "Einige Leute werden bestimmt mit dem Dienst nichts anfangen können. Wir leben aber in einer Welt, in der Familienmitglieder auf der ganzen Welt verstreut leben. Viele von ihnen schaffen es eben nicht persönlich zur Begräbniszeremonie", so Mathieson.

"Wir sprechen uns ausdrücklich gegen eine solche Vorgehensweise aus", erklärt Kerstin Gernig, Sprecherin des Bundesverbands Deutscher Bestatter http://www.bestatter.de , auf Anfrage von pressetext. Obwohl das Internet generell eine Vielzahl von Möglichkeiten für Bestattungsunternehmen bieten würde, um ihre Serviceleistungen zu erweitern, sei die aktuell in Großbritannien eingeführte Praxis doch eher kritikwürdig. "Man muss sich in diesem Zusammenhang vor allem die Frage stellen, ob dieser Online-Dienst noch mit den im christlichen Glauben vertretenen moralischen und ethischen Werten vereinbar ist", meint Gernig. Zentraler Aspekt hierbei sei der pietätvolle Umgang mit dem Thema Tod und Sterben. "Da in diesem Fall auch eine Gebühr von den Angehörigen verlangt wird, ist von den Betreibern eine gewisse kommerzielle Absicht jedenfalls nicht abzustreiten", so Gernig.

Gefilmt wird auf den Begräbnissen laut Angabe Mathiesons mit einer kleinen Digitalkamera, die für die an der Zeremonie teilnehmenden Person nicht unmittelbar sichtbar positioniert wird. Für einen Betrag von 75 Pfund können interessierte Familien vorab vom Krematorium die Zugangsrechte für den Live-Videostream im Internet erwerben. Usernamen und dazugehörendes Passwort können dann innerhalb der Familie an beliebig viele Mitglieder weiterverschickt werden. Um das Geschehene auch im Nachhinein noch betrachten zu können, bietet der Service zudem auch DVDs und Audioaufnahmen der Zeremonie an. Für erstgenannte Variante werden dabei 50 und für zweitere 25 Pfund veranschlagt.

(Ende)
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