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pte20071127028 Technologie/Digitalisierung, Handel/Dienstleistungen

Google bringt virtuelle Festplatte

Web-Speicherplatz soll lokale Harddisk ablösen


Anbieter wie Box bieten bereits Speicherkapazitäten im Web (Foto: box.net)
Anbieter wie Box bieten bereits Speicherkapazitäten im Web (Foto: box.net)

Mountain View (pte028/27.11.2007/13:55) - Der Suchmaschinenspezialist Google steigt in das Geschäft mit virtuellen Festplatten ein. Laut einem Bericht des Wall Street Journals will der Konzern in den kommenden Monaten einen eigenen Online-Speicherdienst aufziehen. Anwender sollen dabei Daten auf eine im Web verfügbare, virtuelle Speicherplatte ablegen können. Diese werde als Netzwerkressource verfügbar und sowohl vom Rechner als auch vom Mobiltelefon aus zugänglich sein. Google erwartet, dass User sowohl Dokumente als auch Bilder, Musik und Videos auf der Online-Festplatte ablegen werden. Der Dienst soll unter dem Namen GDrive auf den Markt kommen, berichtet das US-Wirtschaftsblatt unter Berufung auf Insiderkreise.

Mit dem Speicherservice würde Google Neuland betreten. Im Online-Festplattenmarkt warten jedoch schon andere Unternehmen mit ähnlichen Angeboten. So ist Microsoft bereits mit seinem Online-Service Live Spaces in diesem Geschäftsfeld vertreten. Der Internetprovider AOL ist durch die Übernahme von Xdrive mit einem ähnlichem Angebot auf Kundensuche. Außerdem bieten Unternehmen wie Freedrive http://www.freedrive.com und Box http://www.box.net virtuelle Festplatten im Web. Google will sich jedoch mit Zusatzdiensten von aktuell verfügbaren Angeboten abheben. So seien beispielsweise die abgelegten Inhalte über eine Suchbox leicht aufzufinden. Zusätzlich wolle man den Speicherdienst mit anderen Google-Produkten wie Google Docs oder dem Fotodienst Picasa kombinieren.

Der Onlinespeicherplatz von Google sei bis zu einem gewissen Datenvolumen kostenlos. Für weitere Kapazität soll eine Gebühr verlangt werden, genauere Angaben machte der WSJ-Informant nicht. Das Service soll Anwendern zusätzlichen Speicherplatz zur Verfügung stellen. Daten, die bisher auf einem mobilen USB-Stick abgelegt werden, sollen somit zentral verfügbar im Internet gespeichert werden. Die Dateien könnten außerdem Freunden zugänglich gemacht werden. Der Zugriff auf die Web-Festplatte erfolge verschlüsselt und passwortgeschützt. Langfristig würden Onlinedienste wie GDrive die lokale Festplatte überflüssig machen, da Nutzer von jedem PC aus per Internet auf ihre Daten zugreifen können. Eine Backup-Funktion hilft dabei, Daten auf einfache Weise von einem PC auf einen anderen zu transferieren.

(Ende)
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