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pte20070329005 Medien/Kommunikation, Kultur/Lifestyle

Kunstmuseen "taggen" Rembrandt, da Vinci &. Co.

Web-2.0-Trend erfasst Museen


Junge Frau mit einem Wasserkrug - Vermeer (Foto: Metropolitan Museum of Art)
Junge Frau mit einem Wasserkrug - Vermeer (Foto: Metropolitan Museum of Art)

New York (pte005/29.03.2007/06:20) - Die Kunstmuseen im angelsächischen Sprachraum überarbeiten ihre Online-Sammlungen und lassen die Bestände der Online-Datenbanken von Internetnutzern nach dem Vorbild des Fotoportals Flickr mit Stichwörtern indexieren. "Die Museen haben erkannt, dass ihre Online-Sammlungen nicht ihre Aufgabe erfüllen, denn wir verstecken die Inhalte vor Nichtspezialisten", sagt Jennifer Trant, Mitarbeiterin der Beraterfirma Archives and Museum Informatics http://www.archimuse.com der New York Times. Viele Menschen würden sich an ein Bild erinnern, kennen aber weder Titel noch Künstler. Das Cleveland Museum of Art, die Smithsonian Institution in den USA sowie das Powerhouse Museum in Sydney lassen daher ihre Online-Bildbestände von Webseitenbesuchern taggen - also mit Stichwörtern versehen - und ermöglichen somit die Suche über die visuelle Erinnerung.

Durch das Taggen von Inhalten wie Bildern, Fotos oder Skulpturen entstehe eine Art neuer Taxonomie, die zum englischen Neologismus Folksonomy geführt hat. Van Goghs "Sternennacht über der Rhone" könnte Stichwörter wie "Sterne", "Planeten" oder "Wahnsinn" ergeben. Das von Nicht-Experten angeführte Vokabular unterscheidet sich aber zum Teil stark von dem der Kunstspezialisten, wie erste Erfahrungen mit dem Tagging gezeigt haben. Das New Yorker Metropolitan Museum of Art (MET) http://www.metmuseum.org ließ 30 Kunstwerke von Freiwilligen taggen und verglich die Ergebnisse mit dem Katalog der Kuratoren. Über 80 Prozent der Begriffe waren nicht im Kuratorenkatalog zu finden.

Dutzende weitere Museen planen ähnliche Projekte. Allerdings gehört dazu kaum ein Museum aus Deutschland, wo die meisten Kunsttempel nicht einmal über eine online zugängliche Bilddatenbank ihrer Bestände verfügen. "Pläne gab es schon eine Datenbank einzurichten, allerdings scheitern diese Projekte an der Finanzierung", heißt es etwa aus dem Kunstmuseum Bonn gegenüber pressetext. Auch die Neue Nationalgalerie Berlin verfügt über keine öffentlich zugängliche Bilddatenbank der Museumsbestände. Museen wie das MET investierten Millionen von Dollars in ihren virtuellen Auftritt. Das Kunsthistorische Museum Wien http://www.khm.at hat ein solches Projekt 2005 mit einer Unterstützung in der Höhe von 850.000 Euro aus dem Bildungsministerium realisiert (pressetext berichtete: http://www.pte.at/pte.mc?pte=050126027 ).

Das Tagging durch die Öffentlichkeit hat neben der Einsparung der Kosten, die bei der mühevollen Indexierung entstehen, auch weitere Vorteile. Kuratoren hätten große Mühe Stichwörter für Gemälde zu finden, wie Trant von Archives and Museum Informatics betont. "Öffentliches Tagging gibt uns ein neues Paar Augen, dass wir Kunstexperten nicht haben", stimmt Bruce Wyman, Leiter für neue Technologien im Denver Art Museum, Trant zu. Das öffentliche Tagging ermöglicht aber auch subjektive, persönliche Assoziationen. "Eine Sammlung wird durch Tagging zum Leben erweckt, denn es entfesselt die Macht der Umgangssprache", ist Paul McCarthy, Digital Media Manager aus Sydney, überzeugt.

(Ende)
Aussender: pressetext.austria
Ansprechpartner: Linda Osusky
Tel.: +43-1-81140-317
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