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21.09.2020 - 11:30 | pressetext.redaktion
21.09.2020 - 06:15 | pressetext.redaktion
18.09.2020 - 12:30 | pressetext.redaktion

MEDIEN

pte20050715045 Forschung/Entwicklung

Am Weg zur Atomkernuhr

Forscher eröffnen Wege zu ultrapräziser Frequenzmessung


Garching (pte045/15.07.2005/16:55) - Forscher des Max-Planck-Instituts http://www.mpg.de haben eine neue Methode entwickelt, die hochpräzise Atomuhren ermöglichen soll. Das teilte die Max-Planck-Gesellschaft (MPG) in einer Aussendung mit. Mittels so genannter modengekoppelten Laser, die eine beliebig lange Kette aus extrem kurzen Lichtimpulsen emittieren, ist es kürzlich gelungen die Schwingungen von Licht direkt zu zählen. Das Frequenzspektrum eines solchen Lasers besteht aus einer gleichmäßigen Reihe von schmalen Linien, vergleichbar mit einem Kamm.

Die Forscher haben jetzt eine Lichtquelle vorgestellt, die einen solchen Frequenzkamm im extrem ultravioletten Spektralbereich (XUV) zur Verfügung stellt. Der Abstand zwischen den Linien dieses Kamms ist so groß, dass jede Linie für neue Präzisionsmessungen in bisher noch nicht erschlossenen Frequenzbereich benutzt werden kann.

Optische Frequenzkämme, wie sie von der MPG entwickelt wurden, haben die optische Frequenzmessung revolutioniert. Sie ermöglichen es erstmals zuverlässig arbeitende Atomuhren zu konstruieren, die als Taktgeber einen atomaren Übergang mit optischer Frequenz einsetzen. Damit könne die Genauigkeit von Cäsium-Uhren um das Tausendfache übertroffen werden, erläuterten die Forscher. Nach dem bisherigem Stand der Erkenntnisse ist es möglich die Schwingungen der Elektronenhülle von Atomen zu ermitteln. Durch die neue XUV-Technik soll die Präzision weiter erhöht werden, so dass die Schwingungen von Atomkernen gemessen werden kann.

(Ende)
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